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Gedichte

WUNDER

WUNDER


Wunder geschehen nicht irgendwann dann oder irgendwo dort.

Wunder geschehen in jedem Jetzt, indem du alles für möglich hältst und dir und dem Leben vertraust.

Wunder geschehen einfach so, von selbst sozusagen, in dem Moment wo du bereit bist, dich selbst als wahrhaft wunder-voll zu erkennen und mutig bist, altbekannte Pfade zu verlassen. Du selbst bist das Wunder, das sich in deinem Leben spiegelt. Immer dann, wenn dir vermeintlich ein Wunder geschieht, siehst du dich selbst in deiner grösseren Wirklichkeit, die meist hinter den Schleiern deines Verstandes verborgen ruht, und dich durch deine Seele ruft, dich in ihr zu erkennen.

So sind die sogenannten Wunder in deinem Leben das Spiegelbild deines Wesens, und sobald du dich im Spiegelbild erkennst, und ganz JA sagen kannst zu dem, was dein fühlender Blick erfasst,

dann, ja dann hören Wunder auf Wunder zu sein, ebenso wie Träume aufhören Träume zu sein. Dann werden sie zu deiner gelebten Wirklichkeit.

Manchmal durchzieht dann ein Lächeln dein Herz, eine Erinnerung an eine Zeit, da du dich selbst vergessen hattest und Angst und Scham, erfahrener Schmerz und Zweifel dich daran hinderten, dein eigenes Wesen aus den Augen der Liebe zu sehen und du auf Wunder hofftest, wie ein Kind auf Weihnachten.

Solange du dich selbst nicht in Liebe erkennst, bewahre dir die Augen des Kindes und glaube mit der ganzen Kraft deines Herzens daran, dass einmal ein Wunder geschieht. Es wird geschehen irgendwann dann, wenn die Sonne der Gewissheit in deinem Herzen brennt oder der Schmerz so gross ist, dass dein Verstand kapituliert.

Denn immer jetzt ist dein Tor zum Garten der Liebe, und der Duft dieser Blüten erfüllt dein Herz, auch wenn deine Augen den Garten von aussen nicht sehen. Folge dem Duft, öffne das Tor und geh in den Garten hinein. Folge der Stimme, die immerdar ruft:

Lass es -in Ewigkeit- Liebe sein.....


Schnee liegt

über den Wäldern

der Kindheit

Liebe schmilzt

die Ränder der Zeit

Kristalle fallen

aus himmlischer Hand

und regnen die Stille

aufs träumende Land

Gestern und morgen

im Heute geeint

Endlich gefunden

was verloren gemeint

Pfade, die waren

Pfade, die weichen

Ein Weg, der erst im Sein erwird

und leuchtend sich

in jedem Jetzt

liebdurchflutet neu gebiert.

Samensäend aus dem Herzen

freuderfüllt und sternbewacht

lichten Nebel sich und wachsen

Blüten aus der weissen Pracht.


Bevor der Schnee wieder die Landschaft weisst, und die Farben der Blüten nur noch Er-Innerung sind, möchte ich Euch erzählen von den Tagen des Wandels, in denen das Bewusstsein der Menschen sich weitete, während ihre Wurzeln erschüttert wurden, und die überholten Einstellungen von ihnen abfielen, wie welke Blätter vom Baum. Wie eine schwere Last lag die Angst auf den Seelen der Menschen. Einsame Träume von Glück durchbrachen wie Schreie den Magnetismus der Hörigkeit.

Genommenes Leben verblasste und lauter wurden die Rufe nach Freiheit. Es war, als ob der Zwang zur Getrenntheit, wie eine stets wachsende Woge, all den Schmerz an sich zog, der in den Menschen als Trennung erfahren ward. Grösser wurde der Schmerz, tiefer die Ver-Zwei-flung und die Kluft der Betrachtungen. Niemand konnte sich dem Prozess entziehen. Krieg, Krankheit, Tod, Angst, Trauer, Schmerz und Einsamkeit zeigten sich in innerer Schau. Gefühlte Zeugen einer langen Geschichte der Unverbundenheit des Menschen mit sich selbst, mit Anderen, mit der Natur.

Macht und Kontrolle verschärften sich, Trugbilder wurden herbeizitiert, die Angst in den Menschen zu stärken. Die Nötiger boten Lösungen an, die einer Ablösung von Lebendigkeit glich und lauter wurde der Schrei nach Leben. Alles, was je im Inneren unterdrückt wurde, missachtet und gequält, brach hervor, wurde sichtbar und die Menschen wählten es, sich selbst zu erlösen. Evolutionäre Kräfte, Hand in Hand mit Mutter Erde fegten am Ende alles hinweg, das jemals den Menschen beschränkte. Innen und aussen. Der Mensch erkannte seine wahre Natur und frei von mentalen Konzepten, erlebte er sich in der Natürlichkeit all-verbundenen Seins. Ein neuer Tag brach an, und mit ihm die Sonne eines neuen Bewusstseins, das die Herzen der Menschen erleuchtete.

Es war wie ein Frühling, ein neuer Anfang, in dem die alten Leiden verblassten wie Träume, wenn sie auf`s Jetzt der Wirklichkeit stossen.


Fernab von suchenden Blicken

aus reiner Liebe geboren

liegt das geheime Reich:


Apfelblüten säumen den Weg

Rosen umranken den schmalen Steg

Eine Brücke, aus Träumen gewoben

führt zum glänzenden See


Mondenlichter Sternentau

spiegelt sich

in den Augen

der wundersam leuchtenden Frau


Zärtliche Hände berühren

das fliessende weisse Gewand.

Die Gefühle des Mannes sie führen

in traumzartes Wunderwaldland


Quellende Bäche in lieblichen Auen

wo Nymphen und Faune ihre Bettlager bauen

Felsengesichter zwischen uralten Bäumen

die von fernen Sternen in Irgendland träumen


Moos und Harz und feuchte Erde

durchwehn die mondglanzschimmernd Luft

und von windliebkosten Wipfeln

eine Schleiereule ruft


Adlerschwingen sie erheben

zu erderfülltem Seelentanz


und ihre Herzen sanft erbeben,

sich spiegelnd in der Augen Glanz


Rings um sie ein stilles Leuchten

als sei die Luft von Licht durchtränkt

das aus dem Kusse sich ergiesset

den der Geliebte der Liebsten schenkt


Es fliegt ein Flüstern durch die Stille

gerichtet an die weite Welt

das, wenn es recht verstanden

jedes Herz im Nu erhellt...



Lasst es Nacht sein

den verstehenden Kreiseln

lasset still sein

den suchenden Schein


Erhebt euch, ihr Lichter

und tanzet

die ewige Traumzeit

ins Sein...


..und manchmal ist mir, als ob die Zeit sich krümmen würde und ein Punkt, der erst weit in der Zukunft liegt , mir plötzlich ganz nahe ist, mich ganz einnimmt sozusagen und ebenso geht es mir mit Punkten der Vergangenheit..sie hüllen mich ein, sind in mir, erfüllen mich ganz . Vergangenheit und Zukunft reichen sich die Hände, denn sie haben eines gemein..in all diesen Punkten bist du und immer ist es das Jetzt und das völlige Eintauchen in dieses Jetzt,sei es in Zukunft oder Vergangenheit, das mir als jetzt JETZT erscheint...DU bist immer jetzt in mir und HIER, egal wo du gerade bist, ich gerade bin- wir sind in einem gemeinsamen Raum, in einer gemeinsamen Zeit....WIR SIND ZUSAMMEN...und da taucht das Bild zweier Schwäne auf...Schwäne, die ausserhalb der Zeit stehen, ausserhalb des Raumes sogar...die in einer Welt leben, wo nur die Liebe regiert...Ewig ist ihr Flügelschlag, ewig die Verbindung...Selbst die Zeit ist nur ein kleines Land für sie, in das sie eintauchen, kurz nur, um schützend einen Flügel zu breiten über ein weinendes Kind, eine heilende Träne vergiessen auf die Wunden eines Kranken, und manchmal auch um eine Seele abzuholen und nach Hause zu bringen...Doch meistens bewegen sie sich frei von Zeit und Raum, denn Liebende sind sie und nichts vermag sie zu trennen..keine Zeit, kein Raum, kein Tod .Einhörner sind ihre Freunde und Elfen und Feen...oft singen sie mit den Elben und manchmal verschwinden sie, werden unsichtbar und erschaffen sich neu in der Liebe, wie der Phönix auf´s neue der Asche entsteigt...Fern ist ihre Welt der Welt der Menschen, doch hast du ein offenes Herz, kannst du den Flügelschlag hören, wenn manchmal ihr Flug deine Lebensbahn kreuzt.. Sie singen von Liebe, von Heimat, von Freiheit...und schenken dir Hoffnung, wenn Ohnmacht du nährst. Manchmal nehmen sie menschliche Gestalt an und werden geboren, leben und sterben als Menschen..doch sterben sie nie....sie legen nur ihre Haut ab, wie des Nachts, in der Stille , und kehren ,wie immer, in ihr Reich zurück....Sie erscheinen als Paar und seien sie auch räumlich getrennt, erkennen sie sich immer und immer , denn gleich sind sie- eins und zwei..und der eine lebt immer im andern. Doch solange sie in der Zeit sind, müssen sie sich begegnen, immer und immer wieder als Menschen. Tun sie es nicht, stirbt ihre menschliche Gestalt. Dies ist die Geschichte zweier Schwäne und die Liebe hat mir von ihnen erzählt.


Abendstimmung in Semriach

Im Ofen knistert ein Feuerchen

Ein Hauch von Ambrosia liegt in der Luft

Die Vögleins zwitschern

Die Grillen zirpen

Ein Rabe krächzt

Nahe Wipfel wiegen im Wind

und die Gräser neigen sich langsam dem Schlafe zu

Blüten schliessen ihr Köpfchen

und länger werden die Schatten der Bäume

Die Sonne geht langsam unter

und keine Wolken färben sich rosa:-)

Stille breitet sich aus

Stille und Dankbarkeit

Doch irgenwo

nicht weit von hier

weint ein Kind

und die alte Frau

erinnert die Tage der Jugend

Das Heute hat sie vergessen

was bleibt, sind die Stunden der Freude

allgegenwärtig im Seelensein

Der Schmerz, der grosse Meister des Augenblicks

vergisst sich im Anblick der Schönheit

Sinnendurchflutetes Leben

in Stille geehrt

in Liebe gefeiert.



So meine Lieben,nun ist es soweit,

ich bin bereit,reif ist die Zeit.

Die Berge mich rufen,die Reise beginnt,

auf rädernen Kufen trägt mich der Wind.

Ich weiss nicht wann das Netz mich findet,

doch tiefe Liebe mich hier bindet.

Bald schon wird der Weg sich weisen,

euch zu begegnen auch auf Reisen.

So Internetengel baut mir geschwind´

ein Netz in den Bergen,

dass ich euch auch find

und weiter mit euch am Spiel mich erfreue,

das täglich erblüht auf´s alt und auf´s neue.

Ich lasse die Texte euch hier zurück,

die euch begleiten Stück für Stück,

auf dass ihr in jeder Faser erkennt,

dass Göttliches birgt,was ihr Menschliches nennt...


in Liebe Lile



Nichts stimmt

an der Oberfläche

es ist schlimmer

als die schlimmsten Vorstellungen

es ist wie ein Albtraum

mit offenen Augen

Du löscht mich aus

jeden Tag wieder

entsteige ich der Asche

du beschimpfst mich

verkleinerst mich

zerhackst mich

in Stücke

und heiligst mich

in einem Atemzug

Keine Chance mehr

ein Selbstbild zu halten

geschweige denn

eine Vorstellung

Seelennackt

entblösst sich das Wesen

entblösst du mich

und legst mich frei

frei zu lieben

alles was ist,

und in allem mich

und so auch dich.





Alte Pfade verlieren sich

in der verlorenen Zeit

Alles ist hier, alles ist jetzt,

alles ist Fluss

Der Strömung hingegeben

erkennt sich die Frage als Antwort

vergessene Suche erfüllt sich im Sein

Ewiges Jetzt

kein Anfang, kein Ende

Unendlichkeit in der Weite

und näher als nahe zugleich

Das Ich dehnt sich aus

kein Innen, kein Aussen

Sich überlappende Wirklichkeiten

ergeben ein einziges Bild

Sinnvollendete Einfachheit

Der Fluss entspringt aus der Mitte,

ist Quelle und Mündung zugleich.



Als das Mal wieder mal einmal war

und die Lichter des fernen Zuges

um die Ecke bogen

sah sie ihn in den Strassen der Stadt

in der sie manchmal wohnte



Er stand da und schaute sie an

wie man ein Kind ansieht,

das spät nach Hause kommt.



Sein Blick sagte ihr,

dass er schon lange da stand

dass er auf sie gewartet hatte

während sie sich

in sehnenden Träumen verirrte



Sie lief zu ihm hin, blieb dort stehen,

wo sein nasser Mantelkragen ihre Stirn streifte



Er musste das "Wo warst Du" nicht aussprechen

Er spürte, dass sie immer nur ihn

in all ihren Träumen gesucht hatte.



Einmal, ein einziges Mal nur

nahm sie sich in die Arme

fühlte sich ganz und geborgen

war angekommen sozusagen

dort, wo die Lichter des fernen Zuges

um die Ecke bogen

und sich ihr wanderndes Sehnen

im Herz erstillte



Dieses eine Mal genügte,

um ihn ihr sichtbar zu machen.



(c) Lile an Eden, aus dem Zyklus: Einland

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