„ ICH BIN
ICH BIN BEWUSST
ICH BIN BEREIT
AUS DEM TRAUM DER TRENNUNG ZU ERWACHEN
UND DAS LIED DER EINHEIT ZU SINGEN,
DAS LIED DER EINHEIT UND VERBUNDENHEIT
ALLEN BEWUSSTSEINS;
ALLER WESEN, ALLER ZEITEN
ICH VERMÄHLE MEINEN WILLEN MIT DER LIEBE
MEIN WILLE MÖGE LIEBE SEIN
ICH FOCUSSIERE AUF DAS WESENTLICHE
DIE ESSENZ ALLEN SEINS;
DEREN LEBENDIGER AUSDRUCK ICH BIN
ICH BIN MIR MEINER GANZHEIT GEWAHR,
ICH BIN MIR MEINER EINZIGARTIGKEIT GEWAHR
UND ICH ERKENNE IN FREUDE
DIE EINZIGARTIGKEIT JEDES WESENS AN
ICH GEBRAUCHE DIE MIR INNEWOHNENDE SCHÖPFERKRAFT
IN FREUDE, DEMUT UND LIEBE UND FÜHLE MICH
ALS FREIES, SELBSTBEWUSSTES UND SOUVERÄNES WESEN
IN DER GEMEINSCHAFT DER LIEBENDEN
ICH LÖSE MICH VON DEM KONZEPT DER SCHULD,
MIR SELBST UND ANDEREN GEGENÜBER, WIE ICH MICH
ALLER KONZEPTE UND VERSPRECHEN ENTBINDE,
DIE MICH KLEIN UND GEFANGEN HALTEN
UND DEN NATÜRLICHEN FLUSS BEHINDERN
ICH BIN IN FRIEDEN MIT DER VERGANGENHEIT,
ERKENNE DIE GEGENWART ALS TOR ZUR EWIGKEIT
UND GLÜCKSELIGE DIE ZUKUNFT.
ICH WENDE MICH DEM SCHATTENLOSEN LICHT ZU,
DER QUELLE HINTER ALL DEN GEGENSÄTZEN,
UND ERFAHRE MICH IN DER GEBORGENHEIT SEINER STILLE
IN MEINER UREIGENEN KRAFT
ICH BIN
ICH BIN BEWUSST
ICH LEBE EINFACH UND KLAR
GÜTIG UND WAHR
ICH BIN
WIR SIND
IN EWIGKEIT
EINS
IN LIEBE"
Wenn man sich selbst zu lieben beginnt
verstummt der gedachte Mangel,
Bedürfnisse verblassen,
Pläne legen die Zügel ab,
und der Augenblick
wird zum Kelch des Empfangens.
Suchen wird zu Finden
Hören zu Lauschen
Erwarten zu Gewahrsein
Wünschen zu Danken
Hoffen zu Vertrauen
Isolation zu Weite
Andersartigkeit zum Geschenk
der Vielfalt
Wenn man sich selbst zu lieben beginnt
wird Leben einfach
und Begegnung zu einem Raum
in dem sich das Eine
im Anderen erkennt
Wenn dunkle Blüten
sich aus deinen Kernen schälen
und schwarze Träume
dir helle Tage stehlen
bin ich bei dir
Wenn Angst und Schmerz
dich zu zerreissen droh'n
als wären sie
des Lebens einz'ger Lohn
bin ich bei dir
Wenn tiefe Freude sich
aus deinem Traume bricht
und nahes Glück
sich dir aufs neu verspricht
bin ich bei dir
Wenn du allein und unverstanden
einsam Bahnen ziehst
vor sichtbar Welt
in ferne Wirklichkeiten fliehst
bin ich bei dir
Wenn du mich liebst
und in den Himmel hebst,
mich ins Vergessen stürzst
oder vor Wut erbebst
bin ich bei dir
Bist du gross oder klein
Sein oder Schein
Ich bin bei dir
Wo sonst soll ich sein
bin ich doch in dir
In dir ganz all-ein
In der Stille
wärmt mein Wille
sich zu einem
breiten Strome
alles tragend
was herzklagend
krank, gefangen
und vergessen ist
Es zu durchlieben
zu umfassen
es zu künden
in den Gassen
dass wir als Ganzes
nur genesen
wenn Leid und Tod
Gefangenschaft und Not
in jedem einzelnen sich wandelt
auch jeder einzelne so handelt
als wär das Du das eigene Ich.
Wir sind der Kranke
der Verstossne
sind der Mörder
und der Grosse
der einstmals alle Wunden heilt
Wir sind die Liebe
sind das Lachen
das Vergeben, das Entfachen
Wir sind, was je das Licht erblickt
und sind zudem, was ist gewesen
Wenn wir auch viel' Gesichter haben
ist der Urgrund stets dergleiche
Erwache Herz und Schatten weiche,
der and're in den Schatten stellt
Erwache Geist in dem Erkennen
deines Selbstes in der Welt
das vielgespalten Räume schafft
denn in dir ruht jene Kraft
diese Räume zu verbinden
und in der Lieb erneut zu finden
des Einen Geistes Wiederkehr
wenn sich der Strom des Mitgefühls
ergiesst zum leuchtend Seelenmeer.
Wenn du im Kerker die Freiheit fühlst,
wenn du im Innern für Schönheit glühst,
wenn du im Herzen die Sonne geschaut
und Gärten der Liebe im Aussen gebaut
wenn du im Nächsten das Wesen erkennst
und du dich nicht in der Form verrennst,
wenn du im Innern das Wunder erfährst,
in Liebe und Demut das Menschsein ehrst,
dann ist die Zeit nur ein räumlich Spiel
dann ist ein Moment ewig- und viel
wenn deine Wehmut in Freude sich wandelt,
in Verständnis und Güte für all dein Handeln,
wo du dich selbst beschränkt und and´re
so bist du frei, mein Liebes, wandre !
auf Berge so hoch und weiss mit Schnee,
flieg Seele flieg zum leuchtenden See,
der tief in deinem Innern wohnt
und doch im höchsten Himmel thront.
Alles ist möglich, dein Geist ist frei
wie ein Vogel, der schlüpft aus der Schale vom Ei
Du kannst schreien und weinen,lachen und ruhn,
immer kannst du in Wirklichkeit tun,
was dein Herz sosehr begehrt,
das ist´s was das Leben lehrt.
Gebunden im Körper, frei im Geist,
dass du als Seele um die Ewigkeit weisst,
die jetzt beginnt, wenn sie sich weitet
und Grenzen sprengt, von Welt bereitet,
dann weiss sie, dass sie nichts versäumt,
weil sie erfährt, was du geträumt,
und irgendwo hat sich´s vollzogen,
auch wenn du fühltest dich betrogen,
denn deine Grenzen sind nicht deine,
sie sind in Wahrheit schön und keine,
wenn du erkennst des Lebens Spiel,
das Grenzen schafft,nur weil es will,
dass sich das eine strahlend Licht
in viele strahlend Lichter bricht.
So bist du immer eins mit allem,
kannst niemals aus dem Einssein fallen,
denn alles, was jemals erlebt
auch in deiner Seele bebt,
und alle Körper werden einer,
verloren ist in Wahrheit keiner,
alle sind sie Instrument,
dass sich der Gott im Sein erkennt
und dauern fort in Ewigkeit
sie wechseln nur ihr irdisch Kleid.
Siehst du den Vogel , wie er fliegt,
du fliegst mit ihm,
wenn Liebe siegt ...
Das Geheimnis des Waldes,
so alt und vertraut,
ist verborgen vom Haus,
das man um es gebaut.
Es ist ein Haus aus Zeit und Raum,
verborgen ists
man sieht es kaum
und schon verlierst du dich im Traum,
getrennt zu sein von der Göttlichkeit,
die verlassen du hast
bis zum Ende der Zeit.
Doch gibt es einen Zauberspruch,
der geschrieben steht im lebendigen Buch.
Nimm die Zeit als einen Raum
und das Leben nimm als Traum.
Nur die Liebe ist das Licht,
das Einheit schafft
und Träume bricht.
Das Haus, das sieh` als Illusion,
den Verstand stürze vom Thron,
Dein Herz wird deine Seele finden
und ewiglich sich an sie binden,
denn niemals waren sie getrennt,
noch Gott von Mensch,
wenn man den Schlüssel kennt.
Der Schlüssel nun, er ist vergraben,
doch sichtbar dem, der nicht will haben.
Das Haus ward nur zum Schutz gemacht,
da du der Träger bist der Macht,
den freien Willen zu verwalten,
wie´ s sagten dir, die sehr, sehr Alten.
Auf dass du wachsen sollst und reifest,
dich nicht auf Macht, noch Ruhm versteifest,
bis du von Ängsten ganz befreit,
dich als Schöpfer fühlst bereit.
Als Sonne scheinst den Wesenheiten,
die dich auf deinem Weg begleiten,
doch muß dein Wille Liebe sein,
dass du dich kannst vom Haus befrei´ n.
Verbinden wirst du alle Zeiten,
für andere den Weg bereiten.
Erfahren wirst das ewige Jetzt,
das du in die Schöpfung setzt.
Angst und Zweifel werden schwinden,
im Paradies wirst du dich finden.
Es ist ein Spiel mit Wirklichkeiten,
die wandern durch erträumte Zeiten.
Ein Teil von dir in ihnen lebt,
ein andrer Teil vor Glücke bebt,
weil er erkannt das ew ige Spiel,
das er auch ist, wenn er es will.
Wenn du den Teil dem Teil vermählst,
nicht mehr der Zeiten Räume zählst,
wirst du mit dir vereinigt sein,
verlieren ganz den Trug von zwei´ n,
und wenn der letzte Schleier fällt,
das Spiegelbild dir schnell gefällt,
wenn du zum großen Spiegel rennst
und du in Gott dich selbst erkennst.
Stille
Bist du einmal einem Menschen begegnet, jenseits deiner eigenen Vorstellungen, deiner Bedürfnisse oder deines Bedeutungszuweisungszwanges, jenseits deiner Hoffnungen und Sehnsüchte? Hast du in ihm nicht nur ein isoliertes Wesen wahrgenommen, das einen Namen hat und in seiner scheinbaren Abgeschlossenheit in Ausschliesslichkeit dir zugetan oder abgewandt ist? Bist Du den Vielen begegnet, die eingebettet in die Seelenlandschaft dieses Menschen, seine Seele geprägt haben, erfüllt, berührt und erschüttert? Du begegnest diesen Wesen absichtslos, indirekt, die meisten davon haben für dich keinen Namen, kein Gesicht, doch begegnest du ihnen in der Ernte, auf den bebauten Feldern seiner entwickelten Persönlichkeit. Du schmeckst sie, hörst sie, siehst sie in den Früchten, die die Interaktion dieses Menschen mit ihnen gezeitigt hat. Achte die Vielen und ehre sie und achte die Vielen, die die Vielen prägten. Achte die Strahlen der Sonne, die diesen Menschen beschienen, ebenso wie den Regen, achte die Sterne, die ihm die Nacht erleuchteten. Achte die Erde, die ihn trägt, die Filme die er sah, die Worte die er hörte, achte die Menschen, die ihn liebten, achte jeden flüchtigen Augenblick, jede Begegnung die er je hatte, mit Menschen, Tieren, Pflanzen, Wesen, denn all das liebst du, wenn du einen Menschen liebst. Du liebst das, was sich erwirkte in ihm und all das hat ihn miterwirkt.
Du schaust in die Augen dieses Menschen und vielleicht kannst du auch dein Selbst in ihnen sehen, vielleicht auch sind diese Augen dir Tore zu einem Ganzen, das niemals geteilt sich in ihm, wie in jedem verkörpert hat. Wie kannst Du einen Menschen lieben und die Erde verabscheuen, oder den Horizont, wie kannst du auch nur einen einzigen Menschen lieben, ohne das Ganze durch ihn zu lieben? Er wäre nicht er, ohne den Vater, der ihn schlug, ohne die Mutter, die ihn verstiess. Er wäre nicht er ohne die vielen, die er berührte, liebte, verachtete, verletzte vielleicht.
Wenn du ihn ansiehst, siehst du auch die lieblichen Täler, die Schluchten, die blauen Himmel und die tosenden Stürme des Innern, die ihn zu dem machten, was er jetzt ist? Siehst du die Tage seiner Kindheit, die liebkosten, die grauen, die einsamen, die herzlachenden und verstossenen Tage, die in ihm eine Ahnung herausschälten, was er von diesem Leben zu erwarten hat und wie er damit umzugehen gedenke?
Siehst du die vielen enttäuschten Erwartungen, die erfüllten und die unerfüllten Wünsche, das Herzklagen und den sanften Frieden in ihnen? Siehst du die ausgebrannten Felder und wuchernden Hoffnungen, siehst du die verborgenen Wege, die nur ihm und ihm allein vertraut sich machten. Da ist sovieles und sovieles mehr, dem du begegnest, wenn du einem Menschen begegnest, dem du vielleicht dich nahe fühlst. Viele sagen, es zählt nur der Moment und ja, alles kann sich dir eröffnen, in einem einzigen Moment, ohne auch nur einen flüchtigen Wimpernschlag zu brauchen, in dem sich dein Herz vom Gesehenen erholt.
Doch siehst du nicht notwendigerweise das Geschehene, sondern vielmehr das Erwirkte, das, aus der Vielzahl an Geschehenem und Ungeschehenen, im erlebten Universum dieses Menschen, Geborene. Oftmals ist dieses Gewirkte sich seiner selbst nicht bewusst, ist eine unbewusste Schöpfung sozusagen, ein Produkt von Reaktionen auf die Umwelt in Interaktion mit seinem eigenen Sein und Erleben. Doch ein liebevoller Blick, ein Herz-zu Herverstehen mag genügen, dieses Daseinsprodukt einzuseelen, und jenem Menschen einen Grund zu erlieben, auf dem er erblühen kann. Ein Strahl von Liebe, ein tiefes Angenommensein mag eine Lebenslandschaft sich für sich selbst erhellen und sich ihrer selbst bewusst machen. All das kann passieren, wenn du einem Menschen begegnest, mit der Offenheit und Bereitschaft ihn wahrzunehmen, und dieser Blick mag dir ein Selbst erschauen, das mit deinem Selbst auf innigste Art verbunden ist und sich im Wir als mehr als die Summe aller einsamen und gemeinsamen Erfahrungen begreift. Vielleicht auch ist es nur ein flüchtiger Augenblick, ein erkennendes Lächeln, das so tief in die Seele eines Menschen dringt, und sie erkennend für sich selbst gebiert und dieses Erkennen ist wie ein Hallejah, das das Leben sich selbst durch uns singt.
Morgenerwachen in Liebe
Wenn die Sonne der Nacht dem Morgen weicht,
und kein Tagesbeginn dem anderen gleicht.
Jeder Tag bringt neues hervor,
an jedem Tag erhebt sich ein Chor,
der himmlisch aus der Unendlichkeit schöpft.
Das Gestern fällt vom Heute ab
und noch aus des Gestern Grab
Morgenerwachen in Liebe
Wenn die Sonne der Nacht dem Morgen weicht,
und kein Tagesbeginn dem anderen gleicht.
Jeder Tag bringt neues hervor,
an jedem Tag erhebt sich ein Chor,
der himmlisch aus der Unendlichkeit schöpft.
Das Gestern fällt vom Heute ab
und noch aus des Gestern Grab
entsteigt die Fülle,
die dir gegeben,
die du dann mitnimmst
ins heutige Leben..
Einen Windhauch, einen Kuss
eine streichelnde Hand
all dies trägt das Heute
in seinem Gewand.
Dein Herz und dein Lieben
sind in dir geborgen,
und fürchtet kein neu erblühendes Morgen..
Mag gehen, was dir nicht gehört
und dich beim Freudentanz stört,
doch eines sei dir stets gewahr
die Liebe bleibt, die in dir war,
erhebt sich über Zeit und Raum
entsteigt dem allertiefsten Traum,
und lässt dich morgens stets erglühen
in Licht und Glauben neu erblühen.
Der Liebe reich ich meine Hand,
sie führt mich stets ins eine Land
in dem auf´s neu ich leben will,
und glückserfüllt und in mir still
geniess ich mein Erwachen.
Ein neuer Tag, ein neuer Raum
in Lieb´ zu leben diesen Traum,
und ihn als Wirklichkeit zu spüren,
die weder Angst noch Schmerz berühren.
Flüsternd sag ich dir ganz nah,
geliebtes Leben, ich bin da....
Aus der Stille sich erhebend,
leuchtet neuer, wundersamer Tag.
Aus dem Herz des Einen gebend
schau'n wir, was da kommen mag.
Mit der Leichtigkeit von Blüten,
und dem Wind der zart sie küsst,
mögen Engel uns behüten,
und ein nahes Schicksal grüsst
seinen Urgrund in der Seele,
die flüstert durch des Tages Schein
"Hör auf mich,oh Mensch und wähle,
liebend, leuchtend frei zu sein,
denn im Herzen deines Wesens,
weisst du, du bist nie allein."
Dich dich sein lassend, begegne ich dir,
hör ich dich in meiner Seele sprechen
indem die Bilder verblassen, die ich von uns malte,
erfühlt und erfüllt sich geteilte Wirklichkeit
Mich mich sein lassend,
bin ich frei von Angst, dich zu verlieren
und weiss, dass Du immer da bist
in jedem Jetzt
In der Hingabe an das was ist
begegnen wir uns
als lebendig im Leben
denn Nähe definiert sich nicht daran
ob wir uns die Hände halten
sondern wie wahr und tief wir unser Sein
verlebendigen
Es ist die Verkürzung des Denkens
die die Illusion der Trennung hervorbringt
und mich dich suchen liess im Aussen
doch gibt es keine gefühlte Wirklichkeit
in der du nicht bist
mir näher als das eigene Kleid
Durch diese gefühlte Wahrnehmung
eröffnet sich die eine Wirklichkeit
jenseits der Schleier der Trennung
Diese eine Wirklichkeit erkennend
vereinen sich innen und aussen
Doch gilt es nichts im aussen zu forcieren
der Weg zueinander
ist ein Weg, den jeder für sich im Inneren geht
es ist kein Weg, den Füsse gehen könnten
Es ist die innere Gewissheit,
die gefühlte Selbsterkenntnis
die sich als Wahrheit erschliesst
im eigenen Herzen
und dort ist der Ort
der Raum und Zeit nicht kennt
nur ewiges Erleben des Augenblicks
In diesem lebendigen Erkennen,
ist der einzige Boden
uns auf der Lichtung zu begegnen
nicht mehr ahnend, noch fürchtend
noch wollend, noch wünschend
wissend, was wir einander sind.
Wiesen, Wälder, Ufer ziehen vorbei
wie Wege an meiner Seele
vorbeigezogen sind,
die du nicht gegangen bist
Immer wieder jenen Raum betreten,
der im Nachthimmel auf uns wartet
Unter Sternen geborgen
ruht das Bett unseres Ursprungs
und die Träume,
die wir aus ihm gebären
wie Kinder,
Zeugen einer Liebe,
die in der Ewigkeit wohnt..
Hier in der Welt
alleine
bis dein Geist
mein Herz entschlüsselte
und meine Hand sich
in deiner fand
Soviele Wege ohne dich gegangen,
soviele Reisen ins nirgendwo..
Soviel Zartheit ungeschützt
in die Welt getragen
Zertreten im Abgrund noch,
wissend dich zu finden..
Wer kennt mich ausser du..
Wer sieht mich strahlen,
vollerblüht einst
Wer erinnert Liebe?
"Der Engel der Geborgenheit"
Träume Kind, träume. Ich komme zu dir und Hand in Hand werd' ich dich führen zum großen Tor. Geliebte Seele, spüre die unendliche Liebe, die Geduld und die Weisheit und lasse dich einhüllen von ihrem Licht.
Lass es nicht zu, dass Angst oder Zweifel auch nur eine Sekunde deines Lebens regieren. Lebe in der Ganzheit deines Seins und lass die Gelassenheit über allem stehen.
Wann immer du willst, kannst du dich in dich selbst fallen lassen, kannst du dich in diese innere Ruhe begeben, die dich vollständig schützt. Diese Ruhe gibt dir die Kraft alles zu sein und bietet dir die Möglichkeit zu erkennen, dass dein Herz sicherster Hafen ist und Ausgangspunkt. Ein starkes Herz ist wie ein warmes, weiches Bett im Wintersturm. Es ist Sturm und Bett zugleich.
Das Gefühl der vollkommenen Ruhe und Geborgenheit einerseits und der Sturm, der alles Unwahre hinwegfegt, andererseits.
Mehr und mehr wird sich deine Aufmerksamkeit in jener Welt zentrieren, die wir das «Geheime Reich» nennen und von dort betrachtet, ist dieses Leben hier ein wunderschön zu gestaltender Traum. Vollkommene Liebe wird dich umhüllen und durchdringen. Du wirst in jeder Zelle vollkommene Liebe sein.
Das gefangene Bild
Eine bildsprechende Dramödie über die Notwendigkeit
die Wahrnehmung aus den Schablonen der Denksprachmuster zu lösen.
Ein Gewahrsein löste als Bild sich los
aus dem Meer des reinen Bewusstseins
und verfing sich im wortenden Netz,
gewoben vom Sklaven des Denkens.
"Was mach ich hier, wie kannst du bloss"
zetert das zappelnde Bild
"Du machst mich klein, doch bin ich gross
komm direkt aus des Geistes Schoss,
mensch nennt mich auch Intuition.
Was bringt es meinem Schützling schon,
wenn ich im Netz gefangen?
Ich werd seziert und integriert
als Wortgeflecht eiskalt serviert
mit Ähnlichkeiten noch garniert
als ob's sein Geist nicht fassen könnt
als Bild mich zu empfangen"
Der Fischer hört die Botschaft nicht
denn er ist programmiert,
dass das was sich im Netz verflicht
sogleich wird transformiert
in netzbedingte Denkensformen
der inventarentsprechend Normen.
Das Bild erstirbt
mit ihm der Gruss
aus einer "andren" Welt
an die der Denker hat die Frag
in lichter Stund erstellt.
Das Bild war nun kein einfach Bild
wie´s hängt an einer Wand
es ist den wahrhaft Wandernden
im Seelenraum bekannt,
dass diese Bilder sind wie Tore
die sinngebündelt auserkoren
Wirklichkeiten zu umfangen
die Menschen meist im Traum empfangen.
Von Ohr zu Aug
von Herz zu Hirn
fliegen sie mit Leichtigkeit
wandeln sich zu jeder Zeit
und sind doch stets diesselben
schöpfend aus der Quelle sich
den Fluss des Wissens bildend
bilden sie auch Wirklichkeit,
gefangen nicht in Raum und Zeit
So starb das Bild und starb doch nicht
es war nur nicht gelandet
beim Menschen der es hätt gebraucht
es war im Netz gestrandet.
Fischer und Fischbild verfluten
In der erwortenden Gischt
vergleichend gefangen der Denker
getrübt durch das Netz die Sicht.
So Fischer zieht die Netze ein
und öffnet alte Türen
die spiegeln sich
im neuen Sein
wo Worte sich verlieren
Verkümmert sei die Sprache nun
Verkürzung das Gebot
doch ist es auch Konzentration
auf das was wirklich not
Sprache selbst entwickelt sich
der Zeitgeist treibt sie weiter
dass einst in nah entfernter Zeit
bildsprachliche Bereiter
sie aus dem Grabe holen
um neu sie zu erwecken,
Worte zu entdecken
die nicht im Netz zu fangen
weil Freiheit sie erlangen
durch einen freien Geist
den nichts und niemand programmiert
da er ums Wissen weiss
das quellend fliesst zu jeder Zeit
in jedem, der bewusst bereit
Konservendosen zu entfliehen,
ins worterwesend Reich zu ziehen
und aus sich selbst zu schöpfen.
So mag die Weis' euch dienlich sein
von dem gefang'nen Bild
dass ihr sogleich euch strampelt frei
und wesenhaft und wild
Worte aus dem Urmeer fanget
und so nicht mehr im Netze hanget.
Kein Geist ist frei
der noch getrieben
von Worten in gedachten Sieben!
Wo bist du Herz
wo hast du dich verlassen
in dunklen Gassen
im Geschehenlassen
gedankenblutender Hindernisläufe
durch Wälder geflohener Zärtlichkeitskäufe
in Träumen von künftigen Zeiten
anderen den Weg zu bereiten
doch jetzt gefüllt mit Eitelkeiten
die in keinem Spiegel bestehen
Um Liebe flehen, dich zu sehen
hast du vergessen im Vermessen
der kranken Winde der Brauchbarkeiten
die jeden Himmel verblenden
Hier zu enden, gestrandet in Fängen
machtbesessener Obrigkeiten
in Strukturen, die wie Uhren
Menschen aufziehen, ihnen Leben entziehen
die vor dir fliehen, wie du vorm Schmerz
Wo bist Du Herz
wo hast du dich verloren
in den engen Gassen, im Umständehassen
in der dich verschlingenden Dunkelheit
Lass mich raus, sagst du, es ist Zeit
es ist die Dunkelheit
sie wird stärker da draussen, im aussen
Die Dunkelheit ist in dir, bleib hier
nimm sie an und dann
kommst du an, im Hier, im Jetzt
unverletzt, mein Herz komm zu dir
ins Hier ins Jetzt
komm zurück
nur ein Stück
noch zu gehen, bleib nicht stehen
komm ins jetzt, unverletzt
ins Jetzt, ins Jetzt, ins Jetzt
jetzt!
1)
Aus Zwischenzeiten
steigen Einsamkeiten
wie magische Nebel
aus moosigem Grund
Reichen sie manchmal
die Hände sich
erspürend den Wechsel
vom Dunkel ins Licht
Berühren sie sich
wie Verwundete
verwundert vom
flüchtigen Augenblick
da Grenzen verwischen
im Dazwischen
Vertrauen ertastend
nichts überhastend
verwobene Düfte
einsamer Weiten
Jede für sich
einer Sonne gleich
die sich erlichtet
im eigenen Reich,
Wie alte Träume verblassen
die Nebel im herzlichten Sein
doch wird er uns nie verlassen
der Einsamkeit dunkler Stern
in dem wir geboren
in dem wir erworden
der uns´re Tränen bewacht
und unser Verstehen
mit sanftem Erkennen
und Träume mit Wahrheit bedacht.
Aus Zwischenzeiten
steigen Einsamkeiten
wie magische Nebel
aus moosigem Grund
Sie lichten sich
in vereinte Weiten
zu sich ergebender Stund'
Achtend sich und sich liebend
lächeln sie heimlich sich zu
und danken dem Weg
der sie heimwärts geführt
zu erleben das Ich im Du.
2)
Als in Irgendzeit wieder mal Frühling war,
sangen die Stimmen der Vögel so klar
sie sangen der Seele vom Lieben...
Zart trieben die Knospen der Bäume
in luftige, duftende Räume..
Schlüsselblumen säumten den Weg..
leuchtendgelber vertrauter Steg..
Selbst der Rosenstock war erwacht
und hatte ins Herz mir
das Blühen gebracht.
Das Innere nach aussen nun bricht,
Verborgenes regt sich am Ende ins Licht
Hand in Hand sind die Zeiten
wenn Seelen sich finden,
Herzen sich weiten ..
Zeiten zu finden, Zeiten zu binden
Zeiten zu ruhen und Zeiten zu tun
Welch wundersam liebender Reigen
in dem die Zyklen sich zeigen
Mit den Vögeln zu singen
mit den Bäumen zu blühn
mit den Früchten zu reifen
mit der Sonne zu glühn
mit den Blättern zu fallen
in winterlich Traum
das Sein zu erneuern
im ewigen Raum
Dies ist der Reigen
Der in uns lebt
bis endlich das Herz
im Frühling erbebt,
Mit den schmelzenden Bächen sich ergiesst
und ins Meer der unendlichen Liebe fliesst....