Sehnen und Erinnerung:
I
Wiesen, Wälder, Ufer ziehen vorbei
wie Wege an meiner Seele
vorbeigezogen sind,
die du nicht gegangen bist
Warten, Hoffen, Sehnen
Immer wieder jenen Raum betreten,
der im Nachthimmel auf uns wartet
Unter Sternen geborgen
ruht das Bett unseres Ursprungs
und die Träume,
die wir aus ihm gebaren
wie Kinder,
Zeugen einer Liebe,
die in der Ewigkeit wohnt..
Hier in der Welt
alleine
bis dein Geist
mein Herz entschlüsselte
und meine Hand sich
in deiner fand
Soviele Wege ohne dich gegangen,
soviele Reisen ins nirgendwo..
Soviel Zartheit ungeschützt
in die Welt getragen
Zertreten im Abgrund noch,
hoffend dich zu finden..
Wer kennt mich ausser du..
Wer sieht mich strahlen,
vollerblüht einst
Wer erinnert Liebe?
Das Lied des Sehnens, aus dem Zyklus Anderland
(c) Lile an Eden