WUNDER
Wunder geschehen nicht irgendwann dann oder irgendwo dort.
Wunder geschehen in jedem Jetzt, indem du alles für möglich hältst und dir und dem Leben vertraust.
Wunder geschehen einfach so, von selbst sozusagen, in dem Moment wo du bereit bist, dich selbst als wahrhaft wunder-voll zu erkennen und mutig bist, altbekannte Pfade zu verlassen. Du selbst bist das Wunder, das sich in deinem Leben spiegelt. Immer dann, wenn dir vermeintlich ein Wunder geschieht, siehst du dich selbst in deiner grösseren Wirklichkeit, die meist hinter den Schleiern deines Verstandes verborgen ruht, und dich durch deine Seele ruft, dich in ihr zu erkennen.
So sind die sogenannten Wunder in deinem Leben das Spiegelbild deines Wesens, und sobald du dich im Spiegelbild erkennst, und ganz JA sagen kannst zu dem, was dein fühlender Blick erfasst,
dann, ja dann hören Wunder auf Wunder zu sein, ebenso wie Träume aufhören Träume zu sein. Dann werden sie zu deiner gelebten Wirklichkeit.
Manchmal durchzieht dann ein Lächeln dein Herz, eine Erinnerung an eine Zeit, da du dich selbst vergessen hattest und Angst und Scham, erfahrener Schmerz und Zweifel dich daran hinderten, dein eigenes Wesen aus den Augen der Liebe zu sehen und du auf Wunder hofftest, wie ein Kind auf Weihnachten.
Solange du dich selbst nicht in Liebe erkennst, bewahre dir die Augen des Kindes und glaube mit der ganzen Kraft deines Herzens daran, dass einmal ein Wunder geschieht. Es wird geschehen irgendwann dann, wenn die Sonne der Gewissheit in deinem Herzen brennt oder der Schmerz so gross ist, dass dein Verstand kapituliert.
Denn immer jetzt ist dein Tor zum Garten der Liebe, und der Duft dieser Blüten erfüllt dein Herz, auch wenn deine Augen den Garten von aussen nicht sehen. Folge dem Duft, öffne das Tor und geh in den Garten hinein. Folge der Stimme, die immerdar ruft:
Lass es -in Ewigkeit- Liebe sein.....
Schnee liegt
über den Wäldern
der Kindheit
Liebe schmilzt
die Ränder der Zeit
Kristalle fallen
aus himmlischer Hand
und regnen die Stille
aufs träumende Land
Gestern und morgen
im Heute geeint
Endlich gefunden
was verloren gemeint
Pfade, die waren
Pfade, die weichen
Ein Weg, der erst im Sein erwird
und leuchtend sich
in jedem Jetzt
liebdurchflutet neu gebiert.
Samensäend aus dem Herzen
freuderfüllt und sternbewacht
lichten Nebel sich und wachsen
Blüten aus der weissen Pracht.
Bevor der Schnee wieder die Landschaft weisst, und die Farben der Blüten nur noch Er-Innerung sind, möchte ich Euch erzählen von den Tagen des Wandels, in denen das Bewusstsein der Menschen sich weitete, während ihre Wurzeln erschüttert wurden, und die überholten Einstellungen von ihnen abfielen, wie welke Blätter vom Baum. Wie eine schwere Last lag die Angst auf den Seelen der Menschen. Einsame Träume von Glück durchbrachen wie Schreie den Magnetismus der Hörigkeit.
Genommenes Leben verblasste und lauter wurden die Rufe nach Freiheit. Es war, als ob der Zwang zur Getrenntheit, wie eine stets wachsende Woge, all den Schmerz an sich zog, der in den Menschen als Trennung erfahren ward. Grösser wurde der Schmerz, tiefer die Ver-Zwei-flung und die Kluft der Betrachtungen. Niemand konnte sich dem Prozess entziehen. Krieg, Krankheit, Tod, Angst, Trauer, Schmerz und Einsamkeit zeigten sich in innerer Schau. Gefühlte Zeugen einer langen Geschichte der Unverbundenheit des Menschen mit sich selbst, mit Anderen, mit der Natur.
Macht und Kontrolle verschärften sich, Trugbilder wurden herbeizitiert, die Angst in den Menschen zu stärken. Die Nötiger boten Lösungen an, die einer Ablösung von Lebendigkeit glich und lauter wurde der Schrei nach Leben. Alles, was je im Inneren unterdrückt wurde, missachtet und gequält, brach hervor, wurde sichtbar und die Menschen wählten es, sich selbst zu erlösen. Evolutionäre Kräfte, Hand in Hand mit Mutter Erde fegten am Ende alles hinweg, das jemals den Menschen beschränkte. Innen und aussen. Der Mensch erkannte seine wahre Natur und frei von mentalen Konzepten, erlebte er sich in der Natürlichkeit all-verbundenen Seins. Ein neuer Tag brach an, und mit ihm die Sonne eines neuen Bewusstseins, das die Herzen der Menschen erleuchtete.
Es war wie ein Frühling, ein neuer Anfang, in dem die alten Leiden verblassten wie Träume, wenn sie auf`s Jetzt der Wirklichkeit stossen.
Fernab von suchenden Blicken
aus reiner Liebe geboren
liegt das geheime Reich:
Apfelblüten säumen den Weg
Rosen umranken den schmalen Steg
Eine Brücke, aus Träumen gewoben
führt zum glänzenden See
Mondenlichter Sternentau
spiegelt sich
in den Augen
der wundersam leuchtenden Frau
Zärtliche Hände berühren
das fliessende weisse Gewand.
Die Gefühle des Mannes sie führen
in traumzartes Wunderwaldland
Quellende Bäche in lieblichen Auen
wo Nymphen und Faune ihre Bettlager bauen
Felsengesichter zwischen uralten Bäumen
die von fernen Sternen in Irgendland träumen
Moos und Harz und feuchte Erde
durchwehn die mondglanzschimmernd Luft
und von windliebkosten Wipfeln
eine Schleiereule ruft
Adlerschwingen sie erheben
zu erderfülltem Seelentanz
und ihre Herzen sanft erbeben,
sich spiegelnd in der Augen Glanz
Rings um sie ein stilles Leuchten
als sei die Luft von Licht durchtränkt
das aus dem Kusse sich ergiesset
den der Geliebte der Liebsten schenkt
Es fliegt ein Flüstern durch die Stille
gerichtet an die weite Welt
das, wenn es recht verstanden
jedes Herz im Nu erhellt...
Lasst es Nacht sein
den verstehenden Kreiseln
lasset still sein
den suchenden Schein
Erhebt euch, ihr Lichter
und tanzet
die ewige Traumzeit
ins Sein...
..und manchmal ist mir, als ob die Zeit sich krümmen würde und ein Punkt, der erst weit in der Zukunft liegt , mir plötzlich ganz nahe ist, mich ganz einnimmt sozusagen und ebenso geht es mir mit Punkten der Vergangenheit..sie hüllen mich ein, sind in mir, erfüllen mich ganz . Vergangenheit und Zukunft reichen sich die Hände, denn sie haben eines gemein..in all diesen Punkten bist du und immer ist es das Jetzt und das völlige Eintauchen in dieses Jetzt,sei es in Zukunft oder Vergangenheit, das mir als jetzt JETZT erscheint...DU bist immer jetzt in mir und HIER, egal wo du gerade bist, ich gerade bin- wir sind in einem gemeinsamen Raum, in einer gemeinsamen Zeit....WIR SIND ZUSAMMEN...und da taucht das Bild zweier Schwäne auf...Schwäne, die ausserhalb der Zeit stehen, ausserhalb des Raumes sogar...die in einer Welt leben, wo nur die Liebe regiert...Ewig ist ihr Flügelschlag, ewig die Verbindung...Selbst die Zeit ist nur ein kleines Land für sie, in das sie eintauchen, kurz nur, um schützend einen Flügel zu breiten über ein weinendes Kind, eine heilende Träne vergiessen auf die Wunden eines Kranken, und manchmal auch um eine Seele abzuholen und nach Hause zu bringen...Doch meistens bewegen sie sich frei von Zeit und Raum, denn Liebende sind sie und nichts vermag sie zu trennen..keine Zeit, kein Raum, kein Tod .Einhörner sind ihre Freunde und Elfen und Feen...oft singen sie mit den Elben und manchmal verschwinden sie, werden unsichtbar und erschaffen sich neu in der Liebe, wie der Phönix auf´s neue der Asche entsteigt...Fern ist ihre Welt der Welt der Menschen, doch hast du ein offenes Herz, kannst du den Flügelschlag hören, wenn manchmal ihr Flug deine Lebensbahn kreuzt.. Sie singen von Liebe, von Heimat, von Freiheit...und schenken dir Hoffnung, wenn Ohnmacht du nährst. Manchmal nehmen sie menschliche Gestalt an und werden geboren, leben und sterben als Menschen..doch sterben sie nie....sie legen nur ihre Haut ab, wie des Nachts, in der Stille , und kehren ,wie immer, in ihr Reich zurück....Sie erscheinen als Paar und seien sie auch räumlich getrennt, erkennen sie sich immer und immer , denn gleich sind sie- eins und zwei..und der eine lebt immer im andern. Doch solange sie in der Zeit sind, müssen sie sich begegnen, immer und immer wieder als Menschen. Tun sie es nicht, stirbt ihre menschliche Gestalt. Dies ist die Geschichte zweier Schwäne und die Liebe hat mir von ihnen erzählt.
Abendstimmung in Semriach
Im Ofen knistert ein Feuerchen
Ein Hauch von Ambrosia liegt in der Luft
Die Vögleins zwitschern
Die Grillen zirpen
Ein Rabe krächzt
Nahe Wipfel wiegen im Wind
und die Gräser neigen sich langsam dem Schlafe zu
Blüten schliessen ihr Köpfchen
und länger werden die Schatten der Bäume
Die Sonne geht langsam unter
und keine Wolken färben sich rosa:-)
Stille breitet sich aus
Stille und Dankbarkeit
Doch irgenwo
nicht weit von hier
weint ein Kind
und die alte Frau
erinnert die Tage der Jugend
Das Heute hat sie vergessen
was bleibt, sind die Stunden der Freude
allgegenwärtig im Seelensein
Der Schmerz, der grosse Meister des Augenblicks
vergisst sich im Anblick der Schönheit
Sinnendurchflutetes Leben
in Stille geehrt
in Liebe gefeiert.
So meine Lieben,nun ist es soweit,
ich bin bereit,reif ist die Zeit.
Die Berge mich rufen,die Reise beginnt,
auf rädernen Kufen trägt mich der Wind.
Ich weiss nicht wann das Netz mich findet,
doch tiefe Liebe mich hier bindet.
Bald schon wird der Weg sich weisen,
euch zu begegnen auch auf Reisen.
So Internetengel baut mir geschwind´
ein Netz in den Bergen,
dass ich euch auch find
und weiter mit euch am Spiel mich erfreue,
das täglich erblüht auf´s alt und auf´s neue.
Ich lasse die Texte euch hier zurück,
die euch begleiten Stück für Stück,
auf dass ihr in jeder Faser erkennt,
dass Göttliches birgt,was ihr Menschliches nennt...
in Liebe Lile
Nichts stimmt
an der Oberfläche
es ist schlimmer
als die schlimmsten Vorstellungen
es ist wie ein Albtraum
mit offenen Augen
Du löscht mich aus
jeden Tag wieder
entsteige ich der Asche
du beschimpfst mich
verkleinerst mich
zerhackst mich
in Stücke
und heiligst mich
in einem Atemzug
Keine Chance mehr
ein Selbstbild zu halten
geschweige denn
eine Vorstellung
Seelennackt
entblösst sich das Wesen
entblösst du mich
und legst mich frei
frei zu lieben
alles was ist,
und in allem mich
und so auch dich.
Alte Pfade verlieren sich
in der verlorenen Zeit
Alles ist hier, alles ist jetzt,
alles ist Fluss
Der Strömung hingegeben
erkennt sich die Frage als Antwort
vergessene Suche erfüllt sich im Sein
Ewiges Jetzt
kein Anfang, kein Ende
Unendlichkeit in der Weite
und näher als nahe zugleich
Das Ich dehnt sich aus
kein Innen, kein Aussen
Sich überlappende Wirklichkeiten
ergeben ein einziges Bild
Sinnvollendete Einfachheit
Der Fluss entspringt aus der Mitte,
ist Quelle und Mündung zugleich.
Als das Mal wieder mal einmal war
und die Lichter des fernen Zuges
um die Ecke bogen
sah sie ihn in den Strassen der Stadt
in der sie manchmal wohnte
Er stand da und schaute sie an
wie man ein Kind ansieht,
das spät nach Hause kommt.
Sein Blick sagte ihr,
dass er schon lange da stand
dass er auf sie gewartet hatte
während sie sich
in sehnenden Träumen verirrte
Sie lief zu ihm hin, blieb dort stehen,
wo sein nasser Mantelkragen ihre Stirn streifte
Er musste das "Wo warst Du" nicht aussprechen
Er spürte, dass sie immer nur ihn
in all ihren Träumen gesucht hatte.
Einmal, ein einziges Mal nur
nahm sie sich in die Arme
fühlte sich ganz und geborgen
war angekommen sozusagen
dort, wo die Lichter des fernen Zuges
um die Ecke bogen
und sich ihr wanderndes Sehnen
im Herz erstillte
Dieses eine Mal genügte,
um ihn ihr sichtbar zu machen.
(c) Lile an Eden, aus dem Zyklus: Einland