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Wundersame Reisen

Es war einmal.....

Vor vielen Jahren, als ich durch Frankreich reiste, kam ich zu einem Platz in Morvan, im Forêt au Duc, der von den Einheimischen „La roche des Fées“ genannt wird...der Feenfelsen.

Kaum dort angekommen, spürte ich eine sehr lichtvolle Präsenz und in meinem Herzen formten sich folgende Worte:

„Ich bin die Fee, die Uralte, die ewig Junge, die außerhalb von Raum und Zeit lebt. Unberührt von den Wogen der Geschichte verströme ich den Zauber des Lebens. Meine Ruhe, meine Tiefe, meine Gelassenheit begleiten dich. Ich kenne den Gang der Sterne, das Geheimnis der Mondkraft.


Verliere dich nicht in den Aspekten der Wanderschaft, mein Kind. Sei dir bewusst, dass du so alt bist wie jung, so weise - wie naiv. Transformiere die Zeit. Du bist das Kind von Sonne und Mond, der Erde und der Sterne. Du gehörst zu allen Welten und alle Welten sind in dir.

Du bist hier, dir aller Farben und Facetten des Seins bewusst zu werden und sie zum Leben zu bringen. Du selbst bist der Stern, der in allen Farben strahlt und dir Trost spendet und Erinnerung, der dir Hoffnung gibt in finsterer Nacht.


Fühle die Ruhe, den Frieden, den sanften Windhauch, zärtlich dich umhüllend. Freu‘ dich am Spiel von Licht und Schatten, tanz‘ mit den Schmetterlingen, lausche der Melodie des Windes und der Vögel. Sei dir der Leichtigkeit bewusst, immer. Fühl die Geborgenheit, den Frieden, die Liebe in ihr. Das ist mein Wesen.

Unsichtbar mag ich dir scheinen. Zurückgezogen hat sich das Reich der Feen vor langer Zeit vor den Augen der Menschen. Ihre Schwere, ihre Kämpfe haben die Schleier gewoben und die Welten getrennt. Reine Essenz bin ich nun und näher bei dir, als du glaubst.

Ich trage dich, ich erneuere dich, ich bin bei dir, wie ich es immer war. Tief in deiner Seele lebe ich, tief in deinem Herzen liebe ich, mein Zauber durchströmt dich in Ewigkeit.“


Warum erzähle ich das heute? Erstens, weil diese Botschaft nicht nur für mich war, sondern für jedes offene Herz und weil ich meine, dass wir heute diese Qualitäten der Leichtigkeit verbunden mit der Tiefe des Fühlens, der Ruhe und der Gelassenheit, ebenso wie das Gewahrsein um unsere Existenz innerhalb und ausserhalb der linearen Zeitwahrnehmung, und der damit verbundenen Einsicht der Unsterblichkeit der Seele, so sehr brauchen. Ebenso sehr brauchen wie die tiefe gefühlte Verbundenheit mit der Natur als Ganzes und ihren Geschöpfen.


Wir haben so vieles verlernt. Vor allem aber haben viele von uns verlernt zu kommunizieren, mit einander, und auch mit den Tieren, den Pflanzen, den Steinen, den Sternen, den Elementarwesen und vielen anderen Wesenheiten, die mit uns existieren und maßgeblich daran beteiligt sind, diese Art der Realitätswahrnehmung aufrechtzuerhalten und zu erweitern.

Wir leben mit all diesen Wesen in einer Bewusstseinssphäre, nur haben sich unsere Sinne mit der Zeit so sehr an die Dichte gewöhnt, dass nur wenige von uns diese Bereiche unseres Seins noch wahrnehmen. Die gedachte Trennung von Physik und Metaphysik, die Dominanz der linken Hirnhemisphäre, Wissenschaftsgläubigkeit und nicht zuletzt das Christentum, haben viel zu dieser partiellen Erblindung und Wahrnehmungsbetäubung beigetragen.

Die, die mit Feen spricht, mag im Falle eines kleinen Mädchens noch als liebreizend gelten, im Erwachsenenalter gilt sie mittlererweile als ebenso anrüchig wie ein „Verschwörungstheoretiker.“

Die Phantasie selbst, die ein wesentlicher Bestandteil der Schöpferkraft ist, da sie in der Lage ist, innere Bilder zu erzeugen, die in hohem Maße schöpferisch sind, wird meist abwertend als der Wirklichkeit gegenüberstehend betrachtet. Warum ? Weil Phantasie gefährlich ist für jene, die herrschen wollen, und eine Erzählung in den Raum stellen und diese Erzählung als Realität behaupten. Behaupten und einfordern. Viele sogenannte Phantasten haben ihre Fähigkeit über den vorgegebenen Tellerrand hinauszuschauen mit ihrem Leben bezahlt.

Dabei sind es die Phantasten, die die Welt verändern, und nicht die Erbsenzähler.


Um nun zu unserer Fee zurückzukommen. Manche mögen sie als Produkt meiner Phantasie abtun. Für mich sind Feen so real wie die Bäume, die vor meiner Hütte wachsen und da es meiner Wahr-Nehmung obliegt, was für mich Wirklichkeit ist, sind sie unabdingbarer Bestandteil meiner Wirklichkeit, ebenso wie Nymphen, Sylphen, Drachen und das Kleine Volk des Waldes u.v.a.m..

Schon als Kind spürte ich, dass in dieser Welt was nicht stimmt, oder vielmehr mit der Wahrnehmung der Menschen was nicht stimmt, und es machte mich traurig und schon damals hörte ich die Stimme einer Fee, die folgendes sang:

„Da du auf Erden so traurig bist

den alten Zauber so sehr vermisst,

sei dir gestattet, von heute an,

die Nebel zu spalten,

zu lösen den Bann,

der die Reiche der Feen

und der Menschen trennt.

Wenn du es wünscht,

lass dich tragen vom Traum

zu den Ufern der Zeit,

in den bleibenden Raum.“


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