DAS WEITE LAND
Dort, wo alle Pfade sich kreuzen
und Zukünftiges mit Vergangenem buhlt,
Dort wo Ängste mit Hoffnungen tanzen
und der Blick sich,
durch Schleier der Vorstellung, trübt
Dort, im Zwielicht verlorener Träume
und einer Freiheit, um die du weisst
ist eine leuchtende Blase,
die unbekanntes Niemandsland heisst.
Wie ein blütenloser Garten,
der alle Samen in sich eint,
bereitet für den stillen Wandrer
durch seinen Blick gefüllt zu sein
Konturen erscheinen,
wogendes Leben,
das dann sich gebiert,
wenn du es erkennst
und im Lichte des Herzens,
im Glanz deiner Seele
als wesentlich
und dir eigen benennst
.
Das weite Land ist stets in dir
verändernd sich in Zeit und Raum
Schimmernd spiegeln die Farben der Seele
sich in den Früchten am Lebensbaum.
Alles, was bleibt
Mehrmals schon lag ich
dem Tod in den Armen
Ich konnte ihm in die Augen sehen
und seit ich denken kann,
begleitet er mich,
wie ein enger Verbündeter.
Er steht an meiner Seite,
schaut mir über die Schulter sozusagen
und erinnert mich durch seine Präsenz
an das Wesentliche
Und jedesmal,
wenn sein Atem mich streifte
und ich in seine Augen sah,
Sah ich mich selbst und mein Leben
Und ich sah und fühlte Momente....
Momente einfacher Freude
Momente des Glücks, der Berührung,
Momente gefühlter Stimmigkeit
Momente des Aufbrechens
und Momente des Ankommens
Vergessen waren die Tage
unbewusster Gewohnheit
Vergessen waren die Dramen
Vergessen war all das Leid
Alles was bleibt
Ist Liebe
Liebe und Dankbarkeit
Weite Worte möcht' ich finden
Mit einem weichen Atem
Worte, die nicht weh tun,
nicht an dir ziehen und zupfen
und dich nicht anders wollen
Anders als du bist
Ich möchte Worte senden,
die dich dort erreichen,
wo du bist
innen und aussen,
die dich heimholen,
wenn du dich verirrt hast
und deine Flügel nicht stutzen
wenn du fliegst
Ich möchte mit Worten
dich berühren
die dich atmen lassen
Worte, die dein Herz
weit machen
und leicht
Ich schreibe Worte,
die nicht heilig sind
So wie nichts heilig ist
Denn alles ist heilig
für den, der liebt
In diesem Sinne
ist alles gesagt;-)
Möge der Geist der Auferstehung unser Leben begleiten und die Liebe uns den Weg weisen.
Mögen die Samen der Seele auf Erden Wurzeln schlagen und das Herzenslicht die Blüten zeitigen, die wir, behutsamen Schrittes und in Einklang wandelnd, am Wegesrand erblicken.
Mögen wir uns in Zeiten der Wirrnis an uns selbst er-innern, unser Selbstverständnis und unser Mitgefühl weiten und jenem Ich, das ans Kreuz von Raum und Zeit geschlagen ist, die Geborgenheit eines erweiterten Gewahrseins schenken, auf dass in seinem Herzen die Rose erblühe, die jedes Kreuz zum Stern erliebt, der uns die tiefste Nacht erhellt.
Möge der Mut, alte Pfade der Gewohnheit zu verlassen, einer Gewissheit weichen, getragen, gehalten und geführt zu sein. Möge ein Pioniergeist erwachen, aus dem Selbst-Vertrauen, der natürlichen Neugier und der Freude sich überraschen zu lassen. Mögen wir durch das Annehmen unseres Seins, und dessen was ist, einfach und klar das Leben als einen Traum der Liebe begreifen und diesen in unserem Zusammensein glückseligen.
Mögen wir uns als Gemeinschaft der Liebenden fühlen, und jeder Nebel verblassen, der in uns die Illusion des Getrenntseins nährt. Mögen wir das Unbekannte, das Nichtgewusste in uns willkommen heissen und den Wandel begrüssen. Mögen wir den Weg segnen, der erst im Gehen erwird. Mögen wir alles bedanken, was auf unserem Weg erstirbt. Möge jeder Schritt unser Vertrauen stärken und unser Wollen sich in Hingabe erstillen…Mögen wir durch die Kraft der tätigen Liebe, in Freude und Demut, und in Einklang mit den kosmischen Rhythmen unser wahres Erbe verwirklichen.
Mögen wir uns als Teil und Ausdruck der Natur verstehen und in Verbundenheit mit allen Geschöpfen in unserem Leben Sinn erkennen, in dem wir bewusst sind, was wir sind...ewige Liebe im Leben verwirklicht.
In diesem Sinne: Nizhonigoo bil iina - ein Gebet der Navajos.
"Schönheit überall" oder "Die Schönheit, mit der du lebst, durch die du lebst, auf die du dein Leben gründest. "