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Gedichte

DAS WEITE LAND

DAS WEITE LAND


Dort, wo alle Pfade sich kreuzen

und Zukünftiges mit Vergangenem buhlt,

Dort wo Ängste mit Hoffnungen tanzen

und der Blick sich,

durch Schleier der Vorstellung, trübt

Dort, im Zwielicht verlorener Träume

und einer Freiheit, um die du weisst

ist eine leuchtende Blase,

die unbekanntes Niemandsland heisst.

Wie ein blütenloser Garten,

der alle Samen in sich eint,

bereitet für den stillen Wandrer

durch seinen Blick gefüllt zu sein

Konturen erscheinen,

wogendes Leben,

das dann sich gebiert,

wenn du es erkennst

und im Lichte des Herzens,

im Glanz deiner Seele

als wesentlich

und dir eigen benennst

.

Das weite Land ist stets in dir

verändernd sich in Zeit und Raum

Schimmernd spiegeln die Farben der Seele

sich in den Früchten am Lebensbaum.


Alles, was bleibt

Mehrmals schon lag ich

dem Tod in den Armen

Ich konnte ihm in die Augen sehen

und seit ich denken kann,

begleitet er mich,

wie ein enger Verbündeter.

Er steht an meiner Seite,

schaut mir über die Schulter sozusagen

und erinnert mich durch seine Präsenz

an das Wesentliche

Und jedesmal,

wenn sein Atem mich streifte

und ich in seine Augen sah,

Sah ich mich selbst und mein Leben

Und ich sah und fühlte Momente....

Momente einfacher Freude

Momente des Glücks, der Berührung,

Momente gefühlter Stimmigkeit

Momente des Aufbrechens

und Momente des Ankommens

Vergessen waren die Tage

unbewusster Gewohnheit

Vergessen waren die Dramen

Vergessen war all das Leid

Alles was bleibt

Ist Liebe

Liebe und Dankbarkeit

Weite Worte möcht' ich finden

Mit einem weichen Atem

Worte, die nicht weh tun,

nicht an dir ziehen und zupfen

und dich nicht anders wollen

Anders als du bist

Ich möchte Worte senden,

die dich dort erreichen,

wo du bist

innen und aussen,

die dich heimholen,

wenn du dich verirrt hast

und deine Flügel nicht stutzen

wenn du fliegst

Ich möchte mit Worten

dich berühren

die dich atmen lassen

Worte, die dein Herz

weit machen

und leicht

Ich schreibe Worte,

die nicht heilig sind

So wie nichts heilig ist

Denn alles ist heilig

für den, der liebt

In diesem Sinne

ist alles gesagt;-)


Möge der Geist der Auferstehung unser Leben begleiten und die Liebe uns den Weg weisen.

Mögen die Samen der Seele auf Erden Wurzeln schlagen und das Herzenslicht die Blüten zeitigen, die wir, behutsamen Schrittes und in Einklang wandelnd, am Wegesrand erblicken.

Mögen wir uns in Zeiten der Wirrnis an uns selbst er-innern, unser Selbstverständnis und unser Mitgefühl weiten und jenem Ich, das ans Kreuz von Raum und Zeit geschlagen ist, die Geborgenheit eines erweiterten Gewahrseins schenken, auf dass in seinem Herzen die Rose erblühe, die jedes Kreuz zum Stern erliebt, der uns die tiefste Nacht erhellt.

Möge der Mut, alte Pfade der Gewohnheit zu verlassen, einer Gewissheit weichen, getragen, gehalten und geführt zu sein. Möge ein Pioniergeist erwachen, aus dem Selbst-Vertrauen, der natürlichen Neugier und der Freude sich überraschen zu lassen. Mögen wir durch das Annehmen unseres Seins, und dessen was ist, einfach und klar das Leben als einen Traum der Liebe begreifen und diesen in unserem Zusammensein glückseligen.

Mögen wir uns als Gemeinschaft der Liebenden fühlen, und jeder Nebel verblassen, der in uns die Illusion des Getrenntseins nährt. Mögen wir das Unbekannte, das Nichtgewusste in uns willkommen heissen und den Wandel begrüssen. Mögen wir den Weg segnen, der erst im Gehen erwird. Mögen wir alles bedanken, was auf unserem Weg erstirbt. Möge jeder Schritt unser Vertrauen stärken und unser Wollen sich in Hingabe erstillen…Mögen wir durch die Kraft der tätigen Liebe, in Freude und Demut, und in Einklang mit den kosmischen Rhythmen unser wahres Erbe verwirklichen.

Mögen wir uns als Teil und Ausdruck der Natur verstehen und in Verbundenheit mit allen Geschöpfen in unserem Leben Sinn erkennen, in dem wir bewusst sind, was wir sind...ewige Liebe im Leben verwirklicht.

In diesem Sinne: Nizhonigoo bil iina - ein Gebet der Navajos.

"Schönheit überall" oder "Die Schönheit, mit der du lebst, durch die du lebst, auf die du dein Leben gründest. "


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