Es war vor vielen Jahren, als ich noch als Schauspielerin in der Schweiz arbeitete, als die geistige Welt mir, auf die damals übliche rätselhafte Weise mitteilte, dass ich eine Reise nach Syrien machen würde, genauer gesagt nach Haleb, was ein anderer Name für Aleppo ist; (was herauszufinden, in der damaligen internetfreien Zeit, mich Wochen, wenn nicht Monate kostete)
Dort würde ich einem Menschen begegnen, der ebenso auf dieses Treffen vorbereitet wäre und der wichtige Informationen für mich hätte. Ich fragte also, wie denn diese Reise von statten gehen könnte, denn ich verdiente damals nicht so viel, dass mir lange Reisen möglich gewesen wären.
Die geistige Welt sagte, es würde sich aus einer Arbeitssituation heraus ergeben und ich solle mir keine Sorgen machen.
Ich jedoch machte mir Sorgen, weil ich nur allzu bereit war, den Informationen der geistigen Welt Folge zu leisten. Also bemühte ich meinen Intellekt, der keine andere Lösung sah, als in einem Reisebüro zu arbeiten, um die Voraussetzungen für diese Prophezeihung zu erfüllen;-) Meine Intuition allerdings bewahrte mich davor. Zudem sagte mir die geistige Welt, dass ich diese und andere Informationen nur erhielte , um zum gegebenen Zeitpunkt vorbereitet zu sein. Ich möge also wissen, dass diese Reise stattfinden würde, aber den Weg dahin vollkommen freigeben, bzw ausschliesslich dem „Magnetismus des Augenblicks“ folgen, der mich auf für mich noch unerdenkliche Weise genau dorthin führen würde….
Es brauchte einige Zeit, bis ich diese Information wirklich einseelte, denn mein Intellekt wollte die Winde vermessen, wollte aktiv mitwirken und wollte vermutlich auch die sogenannte „Kontrolle“ nicht aufgeben bzw war er diese Art des Vertrauens und der Hingabe nicht gewohnt. So musste ich also lernen zu wissen und gleichzeitig lernen zu leben, als ob ich dieses Wissen nicht hätte….Immer wieder betonte die geistige Welt die Wichtigkeit der „Unschuld“, im Sinne der Unvoreingenommenheit, und der Freiheit in jedem Moment, aus dem Moment der Intuition zu folgen im kindlichen Vertrauen in die Weisheit des Lebens.
To cut the story short…Einige Jahre später, führte mich der Weg nach Österreich, genauer gesagt nach Graz, wo ich einem alten sehr speziellen Bekannten begegnete, der von sich behauptete, die Reinkarnation des Königs Lykaon von Arkadien zu sein und tatsächlich die Vollmondnächte im Wolfsgehege in Herberstein verbrachte…Er hatte in den Jahren meiner Abwesenheit ein paar Modegeschäfte aufgebaut und bat mich, mich um eine Filiale und um den Einkauf zu kümmern., was ich tat.
Zur selben Zeit half dort im Hauptgeschäft eine Studentin der Alten Geschichte aus und erzählte eines Tages, dass das Institut der Alten Geschichte eine Studienreise nach Syrien plane, an der Professoren und die letztsemestrigen Studenten teilnehmen könnten…
Natürlich erinnerte ich mich schlagartig an die alte Prophezeihung, sagte aber nichts.
Mein Chef seinerseits, war von dem Gedanken beseelt, diese Reise mitzumachen, weil er unbedingt eine bestimmten Stätte im Libanon aufsuchen wollte und nahm mit dem Leiter des Instituts für Alte Geschichte Kontakt auf. Ein paar Tage später rief er mich an, es war 5 Uhr morgens und sagte mir, er hätte geträumt, dass auch ich an dieser Reise teilnehmen müsste und er auch meine Reise bezahlen müsste…Mir fiel ein Stein vom Herzen und war überwältigt von eben jener Weisheit des Lebens, die mich zur richtigen Zeit an den richtigen Platz geführt hatte…Und tatsächlich erhielten wir eine Sondergenehmigung an dieser Reise teilzunehmen.(an der übrigens auch der mittlererweile vielseits bekannte Dr. Heinrich Kusch, ein wahrer Forscherpionier zum Thema Innererde, teilnahm).
In Aleppo hatte ich dann auch jene angekündigte lebensverändernde Begegnung mit einem Menschen, der seinerseits bereits 14! Jahre auf die Begegnung mit mir vorbereitet war, über die ich vielleicht ein anderes Mal schreiben werde…
Ich habe diese Geschichte bis jetzt so im Detail erzählt, um darzustellen, was ich mit dem Magnetismus des Augenblicks meine und weil ich mir, wie viele andere auch Gedanken mache, welche Verblendung so viele Menschen in Machtpositionen dazu veranlasst, derartig abstruse, widernatürliche lebensfeindliche Massnahmen zu setzen und anzustreben. Immer wieder, ganz abgesehen von Machterhalt-und Ausweitung etc spüre ich dahinter eine Ideologie und das krampfhafte Bemühen diese Ideologie um jeden Preis umzusetzen.
Und heute Morgen fiel mir dazu meine Syriengeschichte ein. Ich glaube sogar, dass einige Menschen dieses „erlauchten“ Kreises tatsächlich glauben, Gutes zu tun und ich kann mir vorstellen dass dieser „Kreis“ auch über gewisse Informationen verfügt, was eine „Neue Erde“ betrifft, aber den „Fehler“ machen ihrem eigenen Vorstellungsvermögen gemäss(wie ich mit meiner Ich muss in einem Reisebüro arbeiten-Kopfgeburt), wider alle natürlichen Strömungen, zu handeln und ein gewisses Ergebnis forciert herbeizuführen. Und dies ist das Kranke um nicht zu sagen Grausame daran..denn fremd ist ihnen der Glaube und das Vertrauen in die waltenden kosmischen Kräfte, ebenso wie das Vertrauen in die Seelenkräfte der Menschen und in die natürlichen Zyklen…Ich wage zu behaupten, dass der Übergang zur Neuen Erde nicht linear verläuft und nicht in der Hand irgendwelcher Technokraten liegt…Ich habe in vielen anderen Blogs über die neue Wirklichkeit und den Übergang geschrieben und werde das auch in weiteren noch tun…
Ich habe diese Geschichte auch deswegen erzählt, um darauf hinzuweisen, wie wesentlich es ist, der eigenen Intuition und dem Magnetismus des Augenblicks zu folgen, denn diese sind es, die uns unmittelbar mit dem Feld aller Information (dies betrifft Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbinden..
So, genug für heute
In Liebe
Gabriela, Lile an Eden
PS: Was mir noch wichtig ist zu bemerken ist, dass wenn ich sage "Die geistige Welt sagte mir",ich zu keinem Zeitpunkt Stimmen hörte. Diese Informationen werden als "Empfindungs- bzw reine Informationspackages"(Ashayane Deane nennt es Keylonta) übermittelt, die ich dann in "Sprache" übersetze, dies beinhaltet auch Namen und Zeitpunkte....Anfangs , nachdem ich mich darin trainierte meinen Geist freizumachen, schrieb ich quasi "automatisch" alte Schriften und Zeichen, manchmal auch vollständige Texte in Englisch und Deutsch, später empfand ich diese "Übersetzung" in Sprache als bewussten Akt. Diese nonverbale Kommunikation ist übrigens überall und jederzeit in Gange und ausnahmslos jeder nimmt daran teil, ob er sich dessen nun bewusst ist oder nicht
1. Teil
PROLOG: Es war an einem Sommertag vor einigen Jahren, als die Reise vier Menschen nach Tintagel in Cornwall führte, dem mythenumwobenen Land, wo König Artus, der Legende nach, gezeugt wurde, als Sohn von Uther Pendragon und Igraine, und Merlin ihn in einer spektakulären Höhle, genannt Merlins' Cave, unterwiesen haben soll. Die vier Menschen waren 3 meiner liebsten Freunde: Herbert, ein begnadeter Modedesigner, Sissi aus Wien(die mit Engeln spricht), Shaun o Reilly, ein irischer Landstreicher, der einer Eingebung folgend seit 20 Jahren nur im Wald lebt, und ich. Ich war davor schon mehrmals in Tintagel gewesen.
Ich liebe diesen Platz, wo sich die Wellen an den Klippen brechen, schmale Küstenpfade, inmitten von Heidekraut und schillerndsten Blumen, hoch über dem Meer an von Steinen umsäumte Plätze führen, die an Altare erinnern, und die Schreie der Möwen deine Blicke begleiten, wenn sie von ehemaligen Piratenhöhlen, über die weisse Gischt der Brandung, über das sanfte Grün und den alten Mauern von Tintagel Castle sich irgendwann am Horizont verlieren.
Erhobenen Herzens also waren wir von Glastonbury gekommen und genossen den unbeschreiblichen Anblick. Nach einigen Stunden zog es uns an eine Anhöhe und wir kamen zu einem riesigen Haus, das sich Camelot Castle nannte und Nachmittagstee anbot. Nachdem wir begrüsst wurden, als ob wir selbst die Könige aller Könige seien, fanden wir uns auf bequemen Fauteuls in einer Halle wieder, bei sanfter Musik und prasselndem Kaminfeuer. Der ganze Raum war erfüllt vom Duft der Lilien, die in der Mitte eines riesigen runden Tisches(der in der Mitte der Halle stand )blühten. Überall am äusseren Kreis des Tisches waren die Namen der Ritter der Tafelrunde verzeichnet. An den Wänden des Raumes hingen überdimensional riesige Gemälde und auf dem Tisch vor uns, auf dem unser Tee und die Kekse standen, lag auch eine Zeitung. Ich war, und ich glaube jeder von uns, war in diesen ersten Momenten äusserst beeindruckt, um nicht zu sagen, ergriffen.
Ich begann in der Zeitung zu blättern und traute kaum meinen Augen. Die Zeitung, die an sich aussah wie eine Tages-, oder Wochenzeitung, war voll mit Gedichten über Artus und Merlin, über Liebe und Freundschaft, über ausschliesslich positive Ereignisse und darüber, dass an diesem Ort Künstler gefördert würden, und jeder Künstler herzlich eingeladen wäre, hier 3 Monate gratis zu leben und zu arbeiten. Ehrlich, mein Verstand konnte es kaum glauben und für kurze Zeit dachte ich, ich sei in Wunderland gelandet. Bei meinem Rundgang durchs Erdgeschoss, bemerkte ich, dass unglaublich viele bekannte Gesichter aus Hollywood hier zu Gast gewesen waren, was mich nicht weiter erstaunte, weil Tintagel selbst, für mich einer der schönsten, mystischsten Plätze der Welt ist. Das nächste, was uns auffiel, war der immer wiederkehrende Hinweis sowohl in der Zeitung, als auch auf Plakaten an den Wänden, auf eine ominöse Light-Box All diese Plakate mit dem Titel: "Have you seen the Light-Box?" waren von Menschen aus aller Herren Länder unterzeichnet, die solche Sätze schrieben wie: Bevor ich die Lightbox sah, wusste ich nicht, was Schönheit wirklich ist..oder Alle Weltwunder sind nichts im Vergleich zur Light-box bis hin zu Instant-Erleuchtung etc etc.
Wie auch immer, der Tag neigte sich dem Ende zu und wir beschlossen in diesem Haus(das auch ein Hotel ist)zu übernachten. Die Zimmer hatten einen unbeschreiblich schönen Ausblick, hatten Himmelbetten und Einhornbücher auf den Tischchen, und Bäder, die so gross waren, dass sich ein mittelschwerer Mensch darin kaum umdrehen kann, aber egal. Wir gingen zum Abendessen, uns ein bisschen eigenartig fühlend, da wir alle eher aussahen wie Landstreicher, als passend für eine Soiree in einem Schloss bekleidet. Ein hochcharismatischer Mensch mit magnetisierender Stimme, ganz in weiss gekleidet, begrüsste uns und stellte sich als Ted Stourton vor, der Erschaffer all der überdimensionalen Gemälde und gemeinsam mit John und Irina Mappin der Eigentümer von Camelot Castle. Wenn ich sage, er begrüsste uns, so verneigte er sich vor uns, dass sein Haupt fast den Boden berührte, und fragte uns fast beiläufig, ob wir denn Interesse hätten die Light-Box zu sehen. Wenn ja, wäre es ihm eine Ehre uns zu führen. Selbstverständlich wollten wir dieses Wunder sehen und er versprach uns später abzuholen.
Wir alle befanden uns mittlerer Weile in einem etwas eigenartigen, aber durchaus gespannt-angenehmen Bewusstseinszustand. Die ganze Atmosphäre hatte etwas Unwirkliches, etwas Traumhaftes an sich. Wir übertrafen uns gegenseitig in unseren Vermutungen, was denn nun die Light-Box wäre, tippten u.a. auf ein Observatorium.
Wir wurden pünktlich abgeholt (ich vergasszu erwähnen, dass ich inzwischen an der Rezeption eine Urkunde mit dem Titel: Ambassador of Camelot Castle erhalten hatte, warum, wusste ich nicht, was aber dieses Gefühl des Irrealen noch verstärkte) und der ABSTIEG begann. In jeder Hinsicht.
Wir vier und ein uns unbekannter Mann, ein anderer Gast sozusagen, wurden von Ted Stourton in den Keller geführt, um nicht zu sagen, in ein Verlies. Unterwegs begann er zu philosophieren, begann über Kreativität zu sprechen, über das dem Menschen innewohnende Potenzial und sagte auch so Allgemeinplätze wie "Kein Mensch kann an 2 Plätzen zugleich sein". Er sagte nur Dinge, von denen ich behaupte, dass weit über 90 % aller Menschen unhinterfragt einfach JA dazu sagen oder denken würden. Ich weiss nicht, was es war, doch irgendetwas triggerte mich und ich sagte bei diesem o.a. geführten Satz: NEIN, das stimmt nicht. Das erste Mal sah ich in seinen Augen so etwas wie Irritation, für eine Millisekunde verlor er die Contenance und meine Achtsamkeit steigerte sich.
Ich habe eine Ausbildung in Klinischer Hypnose, und bin bestens mit allen Arten der Manipulation vertraut. Ich war eine der ersten im europäischen Raum, die sich mit NLP befassten. Ich weiss wie Suggestion funktioniert und ich weiss, dass im Wesentlichen jede Suggestion eine Selbstsuggestion ist. D.h. eine Instanz in dir muss dem zustimmen, was dir einsuggeriert wird. Es gibt in jedem Menschen eine Art "Schutzachtsamkeit", d.h. Behauptungen werden überprüft, mit der eigenen Erfahrung, Einstellung verglichen und als zutreffend oder nicht zutreffend eingestuft. Je öfter nun ein anderer Mensch Dinge von sich gibt, denen du vorbehaltlos zustimmen kannst, desto mehr verkleinert sich diese Grundachtsamkeit. Dies kann so weit gehen, dass die Mauer komplett "runtergefahren" wird und du diesem Menschen und seinen Behauptungen blind vertraust. Ebenso verhält es sich mit Körperhaltungen, Sprachgebrauch etc etc. Je ähnlicher, desto eher vertraust du ihm, desto eher bist du bereit die M(ACHT) abzugeben und ihm zu folgen. Etwas in mir hatte nun in dem ganzen Verhalten dieses Mannes die Grundlagen der Manipulation erkannt, sei es die Erhöhung des Egos durch die Verneigung, sei es durch die immens zur Schau getragene Aufmerksamkeit, sei es durch diese perfekte Abfolge von Allgemeinplätzen, die ebendieses JA gewöhnlicher Weise in Menschen hervorrufen.
Schließlich begann ich mich abzusondern, begann selbstständig Kellerräume zu betreten, an denen er uns vorbeigeführt hatte. Das irritierte ihn noch mehr und unterband es sofort. Er führte uns in einen der Kellerräume und begann uns, zu Ehren unseres irischen Freundes, irische Balladen vorzutragen, die er auf seiner Gitarre begleitete. Fast hätte ich vor Rührung geweint, wenn da nicht dieses Etwas in mir gewesen wäre, das in Blockbuchstaben "ACHTUNG" blinkte. Dies war sozusagen die Vorbereitung auf die Light-Box und in einem muss ich der, dafür gemachten, Propaganda rechtgeben. Nicht in unseren kühnsten Träumen war einer von uns darauf vorbereitet, was die Lightbox wirklich war.
Unser Gastgeber führte uns in einen verdunkelten Kellerraum, vage sahen wir eine grössere Kiste, mit Samt überzogen und vor der Kiste lehnten, ebenfalls verdeckt (wie sich später herausstellte) Bilder. Wieder begann er uns von dem uns immanenten Potenzial zu erzählen, von der Kraft unserer Vorstellung, und liess gleichermassen durchtönen, dass wir allein durch unsere Anwesenheit hier, bzw durch ihn und die Lightbox eine Art Erleuchtung erfahren würden, bzw in unsere wahre Kraft kämen. Seine Inszenierung war gewaltig. Mit tiefer fast magisch durchdringender Stimme begann er englische Poeten zu rezitieren und gleichzeitig stellte er jeweils ein Bild auf die samtüberzogene Kiste und benutzte einen verborgenen Dimmer, um dieses Bild mehr und mehr zu beleuchten. Diesen Vorgang wiederholte er etwa 10 mal. Ich könnte kein Wort mehr widergeben, was er sagte in dieser Performance, ich kann mich nur erinnern, dass ich nicht wusste, ob ich lachen, schreien, gehen oder bleiben sollte. Die ganze Situation in diesem Verlies war absurder als absurd. Wie auch immer: Die Vorstellung war beendet und so sassen wir da, 5 Menschen auf 5 nebeneinander gestellten Stühlen in einem Verlies in einem Schloss in Cornwall und starrten auf den "Magier".
Dieser begann nun den neben mir sitzenden Unbekannten zu fragen, welches Bild ihm am besten gefalle habe. Dieser nannte ein bestimmtes Bild. Daraufhin fragte ihn Ted Stourton, wieviel es ihm wert sei. 5000, 3000, 1000 oder 800 Pfund. Ich traute meinen Ohren nicht. Der Mann neben mir begann sich zu rechtfertigen, erzählte von seiner kranken Mutter, die in einem Heim lebte und deren Pflegekosten so teuer wären, dass sie fast seinen ganzen Verdienst auffrassen. Ted fragte ihn darauf, was er denn geben könnte und letztendlich einigten sie sich auf 500 Pfund. Eine gewisse Übelkeit überkam mich, als sich sein Blick auf mich richtete. Unvermeidlich kam die Frage: Welches Bild hat dir am besten gefallen? Ich antwortete wahrheitsgemäss, worauf er mich fragte: "Wieviel ist es dir wert? Ohne auch nur nachzudenken sagte ich: "Das ist die falsche Frage"
"Wie bitte?", fragte er. Ich antwortete: "Das ist die falsche Frage, sie ist suggestiv, sie setzt quasi ungefragt voraus, dass ich, nur weil mir ein beliebiges Bild am besten gefallen hatte, es erwerben wollte. Die Frage müsste heissen: WILLST du eines der Bilder kaufen?"
Ich hatte das scheinbar mit grosser Passion und innerer Erregung gesagt, denn unmittelbar stellte unser Magier fest, dass ich wahrscheinlich die grösste Schauspielerin, mit dem grössten Charisma, aller Zeiten sein würde und er sofort sein Mobiltelefon holen müsste. um einen seiner besten Freunde(einen sehr bekannten Regisseur!) anzurufen, um mich mit ihm zu verbinden und ihn über mich in Kenntnis zu setzen. Gesagt, getan. Er verschwand und kam mit seinem Mobiltelefon zurück, eine Nummer wählend.
Ich hörte mich sagen: "Es interessiert mich nicht" Er wiederholte sein Angebot, sicherstellend, dass ich die Möglichkeit, die er mir gerade bot, auch verstanden hätte und wieder sagte ich: "Es interessiert mich nicht, und wieder haben sie mich nicht gefragt, ob ich das, was sie mir anbieten, auch will. Sie haben es vorausgesetzt!"
Der Zauberer, nun sehr irritiert, um nicht zu sagen genervt, war entzaubert. In einer letzten Geste schenkte er mir das Bild, das mir am besten gefallen hatte (selbstverständlich wieder ohne mich zu fragen, ob ich es denn geschenkt wollte), brach die ganze Veranstaltung ab und führte uns äußerst schnell die Treppen wieder hinauf in die Halle und verschwand. Keiner von uns vieren wird je vergessen, wie wir uns fühlten. Wir haben Tränen gelacht, ja mehrere Tage hysterisch gelacht, in der Rekapitulation des ganzen Spukes. Es war ein unendlich befreiendes Lachen, das die Knoten in unseren Hirnen irgendwann löste.
Der andere Gast, der fünfte Mann sozusagen stellte sich uns als Journalist vor, der sich under cover als Autor in dieses "Schloss" eingemietet hatte, um die seltsamen Vorgänge dort zu erforschen. Er klärte uns schließlich auf, dass wir in einer der Hochburgen der Scientology gelandet seien und da erst fiel der Groschen. Manche mögen mich oder uns für naiv halten, nachdem sie diese Geschichte gelesen haben, aber ich habe mich schlicht nie mit dieser "Kirche" beschäftigt. Was für mich allerdings eine unbezahlbare Erfahrung war, war die Tatsache der eigentlich "schrecklichen Erkenntnis", dass sie die "Worte des Lichtes“ sprechen, dass sie sich an den magischten Plätzen der Welt einmieten oder kaufen, ein Ambiente schaffen, das einem auf den ersten Blick wie Himmel auf Erden scheint, dass sie die tiefsten Träume der Menschen aufgreifen usw., und es einzig der Achtsamkeit, den Herzaugen, der Intuition des Einzelnen obliegt, hinter die Worte, hinter die Gesten, hinter die Inszenierung, hinter das Ambiente zu schauen und zu fühlen, sich von den Worten zu lösen, sich nicht einlullen zu lassen, noch von der scheinbaren Gleichheit und Erfüllungsmöglichkeit der innersten Wünsche, noch von einer perfekten Inszenierung eines Ambientes der tiefsten Ängste mit der gleichzeitig dargebotenen "HILFE".
All diese Szenarien sind höchst manipulativ und entblössen ihre Absicht meist in einer nicht gestellten FRAGE, die da hiesse: Was willst DU???Es ist weder in der Erhöhung bzw. im Aufblasen des Egos und in Wunscherfüllungsszenarien, noch in der Erniedrigung in die Ohnmacht,bzw in die Hilflosigkeit durch Schreckensszenarien, eine Kommunikation auf Augenhöhe gegeben, oder ein echter Austausch, bzw. ein einander Wahrnehmen gegeben. Es ist und bleibt Manipulation zum eigenen Vorteil, sei es die der Kontrolle, der Schaffung einer Abhängigkeit, wirtschaftlicher Interessen , Seelenraub, The Great Reset( dargestellt als eine Notwendigkeit) etc etc etc etc...
Um all dies plastisch darzustellen, hab ich diesen langen Prolog geschrieben, die Erzählung eines Ereignisses, das genau so passierte, in diesem Haus in Cornwall. Dieses Haus ist tendenziell überall, ist die Matrix unserer Gesellschaft, von Meistern der Manipulation geschaffen, egal ob sie sich Scientologen, Priester, Elite, Politiker, Medienmogule etc etc etc nennen. Sie meinen unendlich mächtig zu sein und potenziell sind sie das auch, doch nur wenn der MENSCH ihnen die Macht über sich überträgt, indem er verlernt (hat) zu unterscheiden, zu differenzieren, zu fühlen, hinter die Worte zu lauschen, nur dann, wenn der Mensch die Sprache des Einen vergisst, die Kommunikation und Weisheit des Herzens(die nicht in Worten fassbar ist). Nur wenn der Mensch sein Gewissen übertönen lässt, seine innere Stimme nicht mehr hört, wird er zur hypnotisierten Maus im Angesicht der Schlange... In Liebe Lile an Eden