Donautraum
Wasser, Gräser all-verwoben,
lichtdurchflutet tanzt das Sein,
spiegelt sich die Tiefe oben,
Farben strahlen hell und rein.
Wunderwelten spiegeln wider,
was das Auge einst erträumt,
Spiegel schöpfend in dem Sehnen,
dass es sich nicht selbst versäumt.
Neue Spiegel,neue Welten,
die der Geist aufs neu erschafft,
auch wenn sie als Schein nur gelten,
liegt in ihnen grosse Kraft.
Wie jeder jedem nur ein Spiegel,
in dem das Eine sich erkennt,
gibts auch dieses Spiel der Formen
nur,weil jede Seele brennt,
in Freud´und Leid´sich zu erkennen,
Licht und Schatten zu durchschau´n,
um in Gott sich selbst zu kennen
und eine liebend Welt zu bau´n.
So wird Träumer zum Geträumten
im nebellösend Lichterschein
und jedes Ding bricht neue Welten
aus dem reinen Licht ins Sein
Tree of Avalon
Mächtig Zauber einverwoben,
Fee mit Merlin sich vereint,
haben Nebel sich verzogen,
wahres Sein nun hier erscheint.
Jungfrau steht in lichtem Tempel,
zu Gott gerichtet ist ihr Blick.
Doch der Götter sind so viele
in des Stammes Angesicht.
Alte Geister alter Zeiten
spiegeln sich ins Jetzt hinein.
Allgewalt´ge Ungenannte
hüten diesen heil´gen Schrein,
zeigen uns das Altbekannte
in neuem langvergessnen Sein .
Augen blicken überall
Zeiten, Räume, ferner Hall
wird durchdrungen,
neu besungen.
Von der Krypta bis zur Krone
Lebenskraft aufs neu erwacht,
Hüterseelen schützen ewig das
Geheimnis wohlbewacht.
Merlins cave
Von Meer zu Meer die Höhle führt,
getrennt vom Berg, der schlossgekürt,
Heimat edlen Arthus `war
und der Name macht es klar,
dass altvertraute Drachenkraft
sich heimlich hier zu schaffen macht.
Adlerschwingen,lichtdurchflutet
heben steinern irdisch Sein
in des Himmels höchste Weiten,
schäumend Flut wäscht Höhle rein.
Regenbogenfarben leuchten
an den Rändern dieses Tors
stets umtanzt von kleinen Lichtern
bricht die Wahrheit bald hervor.
Wesensäule hier errichtet
menschenähnlich Räderchor.
Die heilige Quelle von Sancreed
Der Mutter Schoss ist weit geöffnet.
Kerzen brennen ihr zur Ehr.
Heilend Wasser moosbewachsen
stillt des Wanderers Begehr.
Herzernswünsche eilen
irdischer Erfüllung zu
alte Schmerzen schweigen
Unrast wird zu Seelenruh.
Unterirdisch führn die Stufen,
magisch mystisch Kraft verhüllt,
die Grosse Mutter hörst du rufen
die Bestimmung ist erfüllt!
Wick Hollow
Spiegeltore baumverwachsen
teilen Weg hier in die zwei
Wächter trennt die beiden Wege
wo zu gehen steht dir frei
und so meinst du hier zu wählen
frei zu ziehn im Zeitenraum
doch das Ziehen durch die Zeiten
ist der Zweiheit eigner Traum.
Immer einen wirst du gehen,
denn in Wahrheit sind sie gleich,
traumverloren Trennung sehen,
dir gemäss im einen Reich
The Circle of Life
Geflügelt König auf dem Throne
klein zum Schein,
doch riesengross.
Liegt das Grosse oft im Kleinen,
so wie Leben oft im Tod.
Alt bist du und halb verfallen,
nährst Millionen noch im Grab,
altrer Zaub´rer Sammelstatt,
fällt das Äussere nun ab.
Das Innerste ist offenbart
voller Demut Wand´rer naht
hebt den Blick er weg vom Loch,
denn magnetisch zieht´s ihn hoch.
Ausgehöhlt und halb gestorben,
treibt die Krone Blätter noch.
Zeuge einer langen Zeit
bist zum Sterben du bereit
und in deiner Todesstunde
die für uns Jahrhundert heisst
währst du Schutz noch vielen Wesen,
weil du um die Wahrheit weisst.
Elfen,Tiere ,Pflanzenwesen
finden ihre Nahrung hier
Tempel bist du vielen Menschen,
die dein Zauber zieht zu dir.
Voller Freude offenbarst du
einem Hallelujah gleich:
In meinem Sterben liegt ein Werden
seht durch mich das ew´ge Reich
Spiegelzauber
Spieglein, Spieglein hier im Baum
zeige mir den ew`gen Raum
ist dies Leben doch ein Traum,
in dem ich bin und doch nicht ich,
denn Grenzen stört das Wahre Ich.
Du zeigst mir das, wo alles eins
bin ich das oder bin ich keins,
das getrennt von andrem ist,
wenn die Grenze nun verfliesst?
Irdisch Spiegel gibt es viele
Menschen, Bäume, allerlei,
doch seh ich immer WIE ich sehe
und durch das WIE eilt WAS herbei.
Denn was ich sehe, bin ich nicht
im Spiegel der Unendlichkeit,
doch wie ich sehe zeigt mir deutlich
wahres Ich-jenseits von Zeit.
Irdisch Spiegel zeigen mir
Erscheinungsform der Ewigkeit
gebunden an Bedingungen,
die spiegeln sich in Raum und Zeit.
Zauberspiegel wunderbar
legen das Geheimnis klar.
Nicht mit Augen kannst du sehen,
was Raum und Zeit so gut versteckt
mit dem Herzen wirst du gehen
durch das Tor des ew´gen Jetzt.
Dort erkennst du aller Zeiten
Spiegelbild im irdschen Kleid,
doch sobald der Spiegel schwindet
eröffnet sich dir Einigkeit.
Doch der Spiegel ist die Brücke,
mit der Brücke werde eins.
Der, der sieht und das Geseh´ne
ist dasselbe oder keins,
das getrennt ist von dem Spiegel,
denn in Wahrheit sind sie eins.
Der Ruf des alten Zaubers
Aus dem Innern dieser Erde,
Licht und Schatten Wechselwelt,
erwacht ein Zauber, der so ferne,
unser aller Sein erhellt.
Plätze, Brunnen, Höhlen, Bäume
rufen Menschen nun zu sich,
um die Macht, die lang verborgen,
zu tragen endlich an das Licht.
Aus der Tiefe dieser Erde
eine sanfte Stimme spricht.
Hören sollt die Botschaft alle,
die der Zauber jetzt betrifft:
Was einstmals begraben,
wird heute geweckt.
Die Magie soll erwachen,
die lange versteckt.
Ihr Strahlen Himmel und Erde erhellt,
in Liebe vernetzt, zum Wohle der Welt.
Aus der Erde geboren,
im Himmel gemacht,
soll Bote sie sein,
vom Ende der Nacht.
Ihre Liebe, ihr Wissen soll´n auferstehen
und mit der neuen Sonne gehen.
Der neue Tag, er bricht nun an,
die Menschen sich lösen
aus des Schmerzes Bann.
Liebende werden sich finden
und in der Liebe ewiglich binden.
Das Dunkle sich nun zum Lichte gesellt.
Es erwache der Mensch, der den Kosmos erhellt.
Magie, du verborgne, ich rufe dich nun
Zeit ist es jetzt, dein Werk zu tun.
Mein Herz deinem Herzen verbunden,
Gleiches zu Gleichem gefunden.
Höre den Ruf und erhebe dich nun
auf dass die Menschen in Frieden ruh´ n.
The Guardians of Ice
Aus den Wassern des Lebens
bin ich geboren
mein Körper ist flüssiges Licht,
auch wenn ich in Kälte erstarrt bin,
vergess ich Erfahrenes nicht.
Das Wesen eures Fühlens
verleiht mir die Gestalt,
Gedanken werden sichtbar,
auch wenn der Ruf verhallt.
Kristallen gleich ich euch erscheine,
erkennt und lest meine Struktur,
das Geheimnis ,das ich meine,
ist dem Herzen sichtbar nur.
Ich zeige euch in allem
wie Fliessendes erstarrt
und zum gegebnen Zeitpunkt
sich löst und nicht verharrt.
Bereit bin ich zu fliessen,
wenn Wärme mich berührt,
doch zuviel Wärme schadet,
da sie zur Schwemme führt.
So halte ich das Gleichgewicht
und zeige euch im Sonnenlicht
Veränderung,die stets aufs neu
Leben schafft aus eigner Kraft,
Ich bin im Dampf,der euch umgibt-
im Wasser ,das ihr trinkt.
Ich bin am Fenster eures Winters
und in euch, wenn ihr nicht liebt.
Die Hüter nun sind Wächter,
obwohl zu Eis erstarrt,
und haben altes Wissen
in ihrem Geist bewahrt.
Sie wissen um die Flüchtigkeit
in jedem Augenblick.
Sie schwinden gern -doch schwinden nicht.
Sie wechseln nur- das Angesicht..